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Kino

Für die Pressefreiheit

Der aktuelle Filmtipp

Dienstag, 20. Februar 2018 - 14:50 Uhr

von Lena Varzideh

Ein Kapitel der spannendsten jüngsten politischen Geschichten der Medien und Politik in den USA.

Foto: 20th Century Fox Film Corp

Ein Kapitel der spannendsten jüngsten politischen Geschichten der Medien und Politik in den USA verfilmte Steven Spielberg nun. Mit an Bord: zwei Hollywood-Größen, Tom Hanks als rasender Chefreporter und Meryl Streep als Verlegerin.

Zum Inhalt: In den 1970er Jahren übernimmt Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) das Unternehmen ihrer Familie – die Washington Post – und wird so zur ersten Zeitungsverlegerin der USA. Schon bald darauf bekommt sie die volle Last dieser Aufgabe zu spüren: Post-Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) und sein Reporter Ben Bagdikian (Bob Odenkirk) haben vom Whistleblower Daniel Ellsberg (Matthew Rhys) geheimes Wissen über die sogenannten Pentagon Papers, Dokumente, die brisante Informationen über Amerikas Rolle im Vietnam-Krieg enthalten, in Erfahrung gebracht. Die beiden Vollblutjournalisten wollen die Informationen um jeden Preis veröffentlichen, trotz aller etwaigen rechtlichen Konsequenzen. Kay Graham bangt dagegen um die Sicherheit und die finanzielle Zukunft ihrer Angestellten. Ihre Position als Verlegerin, amerikanische Patriotin und Geschäftsfrau bringt sie in eine moralische Zwickmühle.

Zum Hintergrund: Als Steven Spielberg im Frühjahr 2017 das Drehbuch zu „Die Verlegerin“ in die Finger bekam, steckte er eigentlich gerade mitten in den Arbeiten an seinem Sci-Fi-Blockbuster „Ready Player One“. Trotzdem schob er das Journalismus-Drama über die umstrittene Veröffentlichung der Pentagon Papers kurzerhand dazwischen - denn auch wenn die Handlung im Jahr 1971 angesiedelt ist, fühlte der Regisseur sich angesichts der behandelten Themen so stark an die Gegenwart erinnert, dass 2017 für ihn das einzige passende Jahr für diesen Film war. Von Kritiken wird der Film gefeiert und als möglicher Oscarfavorit in verschiedenen Kategorien gesehen. -pd/ln-