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Unterhaltung

Fünf Jungs – vier Elemente – ein Debüt

Der mein StadtKurier CD-Tipp von Jörg Honsel:

Freitag, 9. November 2018 - 11:30 Uhr

von Jörg Honsel

Unser CD-Tipper Jörg Honsel hat sich die erste Platte der jungen Weseler Band „Edison Park“ angehört und fühlt sich an die „Simple Minds“ und „Coldplay“ erinnert.

Foto: Privat

Jörg Honsel hat sich wieder die CD von jungen Musikern aus der Region angehört.

Liebe Musikfreunde!

Auch heute möchte ich Ihnen die EP einer neu gegründeten Band vorstellen. Ihr Name: ,Edison Park‘. Und das sind Simon Viehöfer (Gesang), Manoel Peters (Gitarre), René Gertzen (Synthesizer), Jonas Tenbergen (Schlagzeug) und Jannik Krach (Bass und Backings). Die fünf haben die Band 2017 in Wesel gegründet. Ihre EP haben sie ,Elements‘ getauft, da in den Songs die Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser eine Rolle spielen. Die Musiker haben sämtliche fünf Songs selbst geschrieben und betonen, dass jeder am Songwriting beteiligt ist. Meist käme einer mit einer Idee zur Probe, dann werde erst einmal drauf losgespielt. Nach und nach entstehe daraus ein Gerüst für einen Song, welches immer weiter verfeinert werde, berichtet die Band.

Insgesamt erinnert mich die Musik von ,Edison Park‘ an die frühen Songs von ,The Cure‘ und ,Simple Minds‘. Es handelt sich durchweg um ruhigere aber sehr ausgefeilte Lieder. Mit starken Backing Vocals und auch prägnanten Synthesizereinsätzen.

Der erste Song ,Water‘ klingt ein wenig nach „Coldplay‘. Inhaltlich geht es darum, dass jeder Mensch, egal welcher Religion, welchen Aussehens und so weiter. Wasser benötigt. Wasser ist somit das verbindende Element.

‚Gods‘, also Götter, handelt davon, dass jeder eigene ,Monster‘ – wie Ängste oder Schmerzen – in sich trägt.

Der Titel ,Doing it right‘ ist richtig locker und flockig arrangiert. Das mag daran liegen, dass der Song in Spanien entstanden ist. Und so schwingt die Begeisterung für das Land mit. Mit dem Refrain will die Band ausdrücken, dass man das Leben dort in vollen Zügen genossen hat.

,Burning‘ verkörpert das Gefühl, von Familie, Freunden oder wichtigen Menschen getrennt zu sein. Dieses ruhigste Stück wurde am sparsamsten instrumentiert. Sänger Simon Viehöfer kann hier die ganze Vielfalt seiner Stimme zum Ausdruck bringen. Der Song ,Astronaut‘ wird nicht wie man annehmen könnte auf Deutsch gesungen. Die elektrischen Drums sind für mich das einzig störende an der ganzen EP. Sie klingen schon sehr künstlich und passen nicht zum gesamten Sound der Band. Hier wird die Geschichte eines Astronauten erzählt, der auf dem Weg zurück zur Erde Probleme mit seinem Raumschiff bekommt, aber er gibt nicht auf, um zurück zur Erde zu kommen. Im übertragenen Sinn möchte die Band damit sagen, dass man niemals aufgeben soll, egal wie aussichtslos die Situation ist.

Ich war wieder einmal erstaunt, was für eine perfekte Produktion eine lokale und neu gegründete Band hier abgeliefert hat. Produzent Marc Sokal vom Carousel Studio in Wuppertal hat an den Reglern ebenfalls einen hervorragenden Job gemacht. Respekt!

Das Bandfoto wurde von Katharina Neuenhaus vom Du & Ich Fotostudio (ansässig in Bocholt und Wesel) abgelichtet.

Übrigens: „Edison Park“ stellen ihre EP am 23. November im Scala Kulturspielhaus in der Wilhelmstraße 8 in Wesel vor.

Die Band hat einen großen Traum, den wohl jede Newcomerband hat: Einmal auf einem großen Festival zu spielen! Wenn die fünf Jungs live genau so eine Qualität abliefern wie auf dieser EP dann würde ich mir sehr wünschen, dass dieser Traum auch in Erfüllung geht!

Schönes Reinhören wünscht Ihnen wie immer

Ihr Jörg Honsel

„Jörg janz Jeck“

Jörg Honsel wird als Moderator am morgigen Sonntag, 11.11. ab 10.11 Uhr vor dem Historischen Rathaus bei der Prinzenproklamation durch das Programm führen und im Anschluss als DJ auflegen.

Foto: privat

Das sind „Edison Park“ aus Wesel.