Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
Unterhaltung

Traditioneller Heavy Metal der 80er

„mein CD-Tipp des Monats“

Freitag, 20. April 2018 - 10:27 Uhr

von von Jörg Honsel

Diesmal hat sich CD-Kritiker Jörg Honsel mit dem neuen Album der Band „Lords of the Wasteland“ befasst und war vor allem von der melodischen Stimme von Andreas Hübers beeindruckt.

Liebe Musikfreunde,

Anzeige

einige von Ihnen erinnern sich vielleicht noch an meinen CD Tipp des Monats Februar 2018 über das erste Album von der erst zwölfjährigen Sarah Hübers mit dem Titel „Klamotten“. Bereits als kleines Kind hatte Sarah nur einen Wunsch: Ein Rockstar zu werden. Unser singender Trucker Winni Biermann hat ja mittlerweile gemeinsam mit Sarah im Duett die Single „Viva la Musica“ veröffentlicht. Ganz nebenbei: Diesen Song sollten Sie sich auch einmal unbedingt anhören.

Auf der Release Party des Albums von Sarah habe ich ihren Vater Thomas Hübers und dessen Bruder Andreas Hübers kennengelernt. Und die erzählten mir, dass sie gemeinsam mit Andreas Ruffert 2013 die Band „Lords of the Wasteland (LOTW)“ gegründet haben. Die Hübers Brüder gaben mir die erste CD der Band „Darkness Falls“. In dem Gespräch erfuhr ich, dass die drei Musiker bereits vorher in anderen Bands aktiv waren.

Zunächst coverten sie unter anderen Songs aus den Bereichen Heavy Metal, Punk und Rock von Bands wie „AC/DC“, „Metallica“, „Judas Priest“, „Ramones“, „Sex Pistols“ und viele andere. Das „Nachspielen“ bekannter Songs genügte ihnen aber irgendwann nicht mehr und so begannen sie, selbst Lieder für ihre erste eigene CD zu schreiben.

Da ich immer sehr neugierig auf neue Musik bin, erst recht wenn sie aus heimischen Gefilden kommt, legte ich die CD zu Hause direkt in den Player. Mich hat überrascht, dass die fünf Songs insgesamt eine Spielzeit von 28:49 Minuten haben. Der Titelsong des Albums „Darkness Falls“ ist mit 7:36 Minuten der Längste. Ein erstklassiger Rocksong im Stil der 80er Heavy Metal Klassiker mit einem schönen Intro, einem tollen Gitarrenriff und zwischendurch ein langes Gitarrensolo.

Aber am meisten hat mich die Stimme von Sänger Andreas Hübers beeindruckt. Da wird nicht gebrüllt, sondern wirklich melodisch gesungen. Dies gilt übrigens für alle fünf Lieder. Die Texte behandeln verschiedene Themen. So geht es bei diesem Song um die Zerstörung der Erde in „Borrowed Time“ um die Endlichkeit des Lebens und bei „Welcome the Night“ einfach darum, eine gute Zeit zu haben.

Man merkt den Musikern an, dass sie bereits seit vielen Jahren aktiv sind und vor ihrer eigenen Bandgründung bereits in verschiedenen Heavy Metal Bands spielten. Sämtliche Songs sind für mich sehr ausgereift und auch die Produktion, die komplett in Eigenregie von Gitarrist Andreas Ruffert erfolgte, kann sich mit jeder internationalen Band in diesem Genre messen lassen. Das ganze Album ist stilistisch klar dem traditionellen Heavy Metal der 80er zuzuordnen. Die drei Bandmitglieder wurden von Bands wie „Iron Maiden“ oder „Black Sabbath“ beeinflusst.

Also ich kann die CD allen Rockfans nur empfehlen. Nach den bisherigen Presseberichten die ich über die Liveauftritte von LOTW gelesen habe lassen sie es auch auf der Bühne ordentlich krachen. Dann gibt es neben diesem eigenen Material auch Coverstücke von Heavy Metal Songs. Allerdings hört man dann nicht die größten Hits aus diesem Genre, sondern vielmehr die Favoriten der drei, die sie ganz persönlich mögen.

Die CD erschien zunächst in limitierter Auflage von 500 Stück und kann über die Facebookseite „Lords of the Wasteland“ bestellt werden.

Ich wünsche Ihnen wie immer schönes Reinhören.

Ihr Jörg Honsel

P.S.: Bei so einem Vater und so einem Onkel verwundert es dann auch nicht, dass Sarah Hübers bereits als kleines Kind Rockstar werden wollte.