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Veranstaltungen

Ein bisschen Romeo und Julia

Vier Aufführungen in Anholt und Isselburg

Dienstag, 13. März 2018 - 14:40 Uhr

von Herbert Sekulla

Am Samstag, 24. März feiert die Grenzland-Laienspielschar Anholt Premiere mit ihrem neuen Bühnenstück „Alte Liebe rostet nicht“.

Foto: Herbert Sekulla

Frank Konnik, Gertrud Ortler, Edith Renting-Kolberg, Johannes Wiesmann, Jens Berger, Doris Bruns und Michaela Homölle-Strube (von links).

Isselburg-Anholt (hms). Das Bühnenstück „Alte Liebe rostet nicht“ hat einen Hauch von Shakespeares „Romeo und Julia“. Aber eben nur einen Hauch, sonst wäre der Dreiakter von Margit Suez keine Komödie.

Im November 2017 haben die Grenzland-Laienspieler Anholt mit den Proben zu diesem Stück begonnen. Seit Februar kommen sie sogar zwei Mal in der Woche im Probenraum über der evangelischen Kirche in Anholt für drei Stunden zusammen. Am 24. März ist Premiere, bis dahin wird an jeder Szene gefeilt und geschliffen. „Es ist schon für uns jetzt schon ein ganz schöner Stress. Jetzt geht es an die Feinheiten wie Haltung und Mimik. In der letzten Phase kommen dann noch die Korrekturen“, sagt Regisseurin Doris Bruns und ergänzt: „Man will ja, dass es klappt“.


Aus der Not eine

Tugend gemacht

Dabei stand die Komödie von Suez gar nicht auf der Agenda des Laienspielensembles.Ursprünglich sollte das Stück „Tratsch im Treppenhaus“ aufgeführt werden. Aber wie das Leben so spielt, unvorhergesehene Ereignisse zwingen zu einer Planänderung.

Im Fall der Anholter Laienspieler waren es krankheitsbedingte Ausfälle. Das hatte zur Folge, dass sich das Ensemble nach einem neuen Stück umsehen und die Arbeit neu organisieren musste. „Wir brauchten dann ein Stück für nur fünf Schauspieler und das haben wir mit dieser Komödie gefunden. Die Konsequenz ist eben auch, dass viel mehr Text gelernt werden muss“, sagt Bruns.

Als gute Geister der Truppe stehen aber die Souffleusen Gertrud Ortler und Irene Eiting den Schauspielern zuverlässig zur Verfügung. Kirsten Gruber (Michaela Homölle-Strube) und Volker Bräuner (Jens Berger) sind ein junges Liebespaar.

Leider sind Kirstens Tante Malwine Gruber (Edith Renting-Kolberg) und Volkers Großvater Theo Bräuner (Johannes Wiesmann) verfeindet und sind gegen die Verbindung der jungen Leute. Volker und sein Großvater sind beide Tierärzte. Als Volker einen Termin wegen einer Tiergeburt auf Malwines Hof nicht wahrnehmen kann, muss Theo wohl oder übel einspringen. Dann bekommt Malwine Blinddarmschmerzen und Theo bringt sie ins Krankenhaus. Die Chance zu einer Annäherung verpatzt Theo gründlich.

Den jungen Leuten wird langsam klar, dass Theo und Malwine mal ein Liebespaar waren. Aber es gelingt ihnen Theo davon zu überzeugen, dass sie heiraten wollen.

Wie es in Komödien üblich ist, hat die Autorin einen Knoten in das Stück eingebaut, der zuerst entwirrt werden muss, damit es zu einem glücklichen Ende kommt. In diesem Fall ist es Rudolf Amadeus Hofstett (Frank Konnik), den Malwine über eine Anzeige kennengelernt hat und der Malwine den Hof macht. Theo bleibt gar nichts anderes mehr übrig, er muss die Initiative ergreifen. Wird es ihm gelingen, eine richtige Familie zu schmieden? Die Auflösung gibt es wie immer zum Schluss.