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lokal & aktuell

Ausstellung über jüdische Fabrikantenfamilie

Grenslandmuseum in Dinxperlo

Dienstag, 10. April 2018 - 14:02 Uhr

von Christian Vosgröne

Eine Wanderausstellung im Grenslandmuseum greift das Schicksal einer jüdischen Fabrikantenfamilie aus Dinxperlo auf. Bis zum 31. Mai können sich Interessierte die Exponate aus der einstigen Teppichfabrik anschauen.

Foto: Anja Enserink

Aaltens Bürgermeister Anton Stapelkamp enthüllt ein Foto.

Aaltens Bürgermeister Anton Stapelkamp eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit Nachkommen der Gründerfamilie Prins. Sie beleuchtet die Geschichte der Teppichfabrik und ihrer jüdischen Besitzer, die in früheren Zeiten ein großer Arbeitgeber für viele Dinxperloer waren.

Der ehemalige Fabrikmitarbeiter Willy te Grotenhuis stellte die Sammlerobjekte zusammen. Die Ausstellung erlaubt einen Blick in die Produktionsweise jener Zeit. „Die Geschichte der Teppichfabrik ist untrennbar verbunden mit dem Schicksal der in Dinxperlo bekannten Fabrikantenfamilie Prins. Im Jahre 1941 wurden die Besitzer der Manufaktur, die Cousins waren, von der deutschen Besatzungsmacht zum Verkauf ihrer Fabrik an die Firma Veneta, ein zu dieser Zeit führendes Unternehmen im Teppichsektor, gezwungen. Im Jahre 1942 wurde die ganze Familie Prins von den deutschen Besatzern deportiert und getötet“, sagt Sonja Rexwinkel vom Grenslandmuseum Dinxperlo.

Nähere Informationen finden Interessierte online unter www.grenslandmuseum.nl.

Foto: Frank Vinkenvleugel

Die jüdische Fabrikantenfamilie Prins betrieb bis zu ihrer Deportation diese Teppichfabrik in Dinxperlo.