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Ein Mann, ein Rad, 1000 Kilometer und nur 78 Stunden

Vorbereitung für den Fahrradmarathon „Paris-Brest-Paris“

Freitag, 6. Juli 2018 - 12:27 Uhr

von Alexandra Knop

Um sich auf den Fahrradmarathon Paris-Brest-Paris vorzubereiten, trainiert Armin te Grotenhuis nicht nur täglich, sondern hat jetzt noch einen 1000 Kilometer langen Brevet erfolgreich gemeistert.

Foto: Armin te Grotenhuis

Armin te Grotenhuis ist stolz auf seine gefahrenen Kilometer, die schon als Vorqualifizierung für Paris-Brest-Paris gelten.

Wer mit Armin te Grotenhuis auf dem Fahrrad mithalten möchte, der sollte mindestens genauso viel trainieren wie der 56-Jährige selber, denn Rad fahren ist für ihn mehr als nur ein Hobby.

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Was vor 16 Jahren mit kurzen Strecken begann, hat sich nun auf Langstrecken von bis zu 1000 Kilometern ausgeweitet. Und das große Ziel von Armin ist im nächsten Jahr am 1200 Kilometer langen Fahrradmarathon „Paris-Brest-Paris“ (PBP) teilzunehmen. Dafür müssen die Teilnehmer im Voraus lange Strecken, sogenannte Brevets absolvieren. Da die Anzahl der Startplätze begrenzt ist, haben diejenigen Vorrang, die im Jahr vor dem PBP einen möglichst langen Brevet gefahren sind (wir berichteten). Und genau das hat Armin te Grotenhuis jetzt erfolgreich gemeistert:

Hallo zusammen,

ich bin wieder zurück vom 1000er Brevet ARA Sachsen. Das war das Härteste, was ich bis jetzt gefahren bin. Es hatten sich 60 Randonneurs angemeldet. Nachdem uns der Track drei Tage vorm Brevet zugemailt worden ist, kamen bis zum Start 39 Abmeldungen zurück (vermutlich bei den meisten wegen der Höhenmeter).


Immer rauf runter, rauf runter

Mittwochs Punkt 10 Uhr sind wir mit 21 Randonneurs gestartet – ich bin in einer Zweiergruppe gefahren. Der Start lag bei 110 Höhenmeter, der höchste Punkt bei 1147 Höhenmeter. Hier sind einige Eckdaten der Strecke: circa 1050 gefahrene Kilometer mit 18.6 Stundenkilometern im Durchschnitt, 14650 Höhenmeter und 56.5 Stunden reine Fahrzeit.

Wir hatten mit viel Sonne, reichlich Wind und einigem Regen zu kämpfen. Der schwierigste Abschnitt war in Tschechien. Da sind wir viel entlang der Bundesstraßen gefahren. Es gibt quasi keine Fahrradwege. Zwei Nächte haben wir uns ungefähr drei Stunden zwischen ein und vier Uhr an einer Bushaltestelle ausgeruht. Die dritte Nacht sind wir dann durchgefahren, weil man gefühlt keine zwei Kilometer auf eine geraden oder ebenen Strecke gefahren ist, um unser Ziel zu erreichen.

Die andere Zeit wurde benötigt um die Brevet Karte (siehe Foto) abstempeln zu lassen und uns am Kiosk oder Lebensmittelgeschäften mit Essen und Trinken zu versorgen – es gab auch Nudeln zur Stärkung. Das Zeitlimit lag bei 78 Stunden und 27 Minuten. Wir sind glücklich nach 75 Stunden und 30 Minuten ins Ziel angekommen.

Ich glaube, dass jeder der den ARA Sachen gefahren ist, sich keine Gedanken mehr machen muss für Paris-Brest-Paris. Der ist zwar 200 Kilometer länger, hat aber dafür auch circa 4500 Höhenmeter weniger. Damit ist die Serie für dieses Jahr 200, 300, 400, 600 und 1000 Kilometer für die Vorqualifikation Paris-Brest-Paris erfolgreich erreicht.

Mit sportlichen Grüßen

Armin

Wer mit Armin te Grotenhuis zusammen radeln möchte, oder mehr über seine Touren wissen möchte, meldet sich einfach per E-Mail bei tegrotenhuis@t-online.de

Foto: Armin te Grotenhuis

Foto: Armin te Grotenhuis