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Experte: „Impfen lassen“

Grippewelle in Bocholt und Umgebung

Freitag, 2. März 2018 - 12:44 Uhr

von Christian Vosgröne

Die Grippewelle hat die Menschen in Bocholt fest im Griff. Experten raten zur Grippeschutzimpung.

Foto: Gina Sanders - Fotolia

Die Grippewelle hat die Menschen in Bocholt fest im Griff. Das berichtet die Krankenkasse DAK-Gesundheit. Bei alten und chronisch kranken Menschen könne die Influenza sogar zum Tod führen. Die Experten raten auch jetzt noch zu einer Schutzimpfung, weil die Grippesaison vermutlich noch bis Mai andauere.

Der Höhepunkt der Grippewelle ist offenbar erreicht. Bis Ende Februar zählte der Kreis Borken 561 gemeldete Erkrankungsfälle. Im Vorjahreszeitraum waren es dagegen nur 233 Meldungen. „Die Influenza, auch echte Grippe genannt, sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Jochen Wonning von der DAK-Gesundheit in Bocholt. „Besonders für ältere Menschen, chronisch Kranke und Schwangere kann die Infektion gefährlich werden.“

Die Symptome einer echten Grippe reichen bei einem schweren Verlauf von Schüttelfrost über Husten bis hin zu starkem Fieber. „Die Betroffenen fühlen sich von jetzt auf gleich sehr krank. Das unterscheidet die echte Grippe von einer Erkältung“, so Wonning.

„Alle, die ein hohes Risiko haben, sich mit Grippe anzustecken, oder deren Krankheiten kompliziert verlaufen könnten, sollten sich dringend impfen lassen“, rät der Gesundheitsexperte. In den meisten Fällen verlaufe die Krankheit komplikationslos, in manchen Fällen könne sie eben aber auch tödlich enden.

Die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung sogenannter Risikogruppen. Dazu gehören unter anderem ältere Menschen über 60 Jahre, Schwangere und Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens.

Jüngst war bekannt geworden, dass bundesweit Menschen trotz der dreifachen Schutzimpfung an der Influenza erkrankt waren. Nach Angaben der Experten sei in dieser Saison eine Vierfachimpfung möglich, deren Kosten jedoch nicht alle Krankenkassen übernehmen. Wer sich impfen lassen möchte, sollte daher bei seiner Krankenversicherung nachfragen oder die Zusatzkosten selbst übernehmen.