Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
lokal & aktuell

Gewappnet für Katastrophen

Neues Löschfahrzeug für die Bocholter Feuerwehr

Freitag, 1. Februar 2019 - 16:23 Uhr

von Christian Vosgröne

Foto: Christian Vosgröne

Kreisbrandmeister Johannes Thesing, Bocholts Feuerwehrdezernent Thomas Waschki, Dirk Arping und Thomas Deckers von der Feuerwehr Bocholt stellen das Fahrzeug vor.

Das Land Nordrhein-Westfalen baut derzeit den Katastrophenschutz aus. Unter anderem werden in den kommenden drei Jahren 109 entsprechend ausgestattete Löschfahrzeuge neu angeschafft, die sowohl für die überörtliche Hilfe bei Großschadenslagen als auch im kommunalen Alltagsbetrieb zum Einsatz kommen. Eines davon ist am Freitag offiziell der Bocholter Feuerwehr übergeben worden. „Es handelt sich somit um keine Ersatzbeschaffung, sondern um ein zusätzliches Fahrzeug“, sagt Bocholts Feuerwehrdezernent Thomas Waschki.

300 000 Euro hat das Land in das „LF 20 KatS“ investiert, die Stadt übernahm die Kosten für Funk- und Atemschutzgeräte, die sich auf rund 8000 Euro beliefen. Außerdem stellt die Bocholter Feuerwehr im Falle eines Einsatzes neun Feuerwehrleute bereit, die mit der speziellen Ausrüstung des Löschgruppenfahrzeugs vertraut sind.

„Wir begrüßen es, dass das Land NRW sein Konzept für die Gefahrenabwehr überdacht hat“, betont Thomas Deckers, „das LF 20 fügt sich ideal in unser Gesamtkonzept ein.“ Bereits vor zwei Jahren hatte die Feuerwehr ein geländetaugliches Zetros-Fahrzeug angeschafft, das einzige seiner Art im Regierungsbezirk Münster. Es kommt unter anderem bei Hochwasserlagen zum Einsatz.

Mit dem neuen Gefahrenabwehrkonzept des Landes würden alle Kreise und kreisfreien Städte zwei neue Löschgruppenfahrzeuge erhalten, erklärt Deckers. Kreisbrandmeister Johannes Thesing ergänzt: „Wir haben uns mit den Wehrführern im Kreis Borken zusammengesetzt und gemeinsam entschieden, in welchem Ort die uns zur Verfügung gestellten Fahrzeuge untergebracht werden.“ Die Entscheidung für die Stationierung des ersten LF 20 in Bocholt sei unter anderem aufgrund der Größe der örtlichen Feuerwehr gefallen. Insgesamt sind dort laut Thomas Deckers rund 250 Einsatzkräfte aktiv, davon 100 hauptamtlich.

Das Institut der Feuerwehr (IdF) Nordrhein-Westfalen hat die 109 Fahrzeuge anhand der gängigen Einsatzszenarien konzipiert. Dazu gehören etwa Überschwemmungen, Waldbrände, Unwetterlagen oder Einsätze im Bereich der atomaren, biologischen und chemischen Gefahrenabwehr (ABC). Zum Inventar gehören unter anderem spezielle Feuerlöschkreiselpumpen, Löschmittelbehälter, ein Lichtmast, Motorsägen, eine Tauchpumpe, eine Schmutzwasserpumpe, ein hochleistungsstarkes Stromaggregat und ein Waldbrandbekämpfungsset.

Das Fahrzeug verfügt über 340 Pferdestärken, Allrad-Antrieb, Automatikgetriebe, eine Klimaanlage und eine Standheizung für den Mannschaftsraum. Dies sei wichtig, weil gerade überörtliche Einsätze mehrere Stunden oder gar Tage dauern könnten, so der Leiter der Feuerwehr.

Wann und wo das zweite Fahrzeug für den Kreis Borken stationiert wird, steht noch nicht fest.

Foto: Christian Vosgröne

Das „LF 20 KatS“ wartet mit einer Sonderausstattung für den Katastrophenschutz auf.FOTOS: Christian Vosgröne