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lokal & aktuell

Ideen für die Energiewende

Bionik-Forscher fahren zur Hannover-Messe

Freitag, 13. April 2018 - 15:05 Uhr

von Christian Vosgröne

Das Energieinstitut der Westfälischen Hochschule stellt auf der Hannover-Messe Entwicklungen angewandter Energiesystemtechnik auf dem Gemeinschaftsstand des Landes NRW vor. Außerdem präsentieren Studierende und Lehrende des Studiengangs Bionik verschiedene Projekte und halten Vorträge aus dem „Ingenieurbüro Natur“.

Foto: WH/MV

Die Mitarbeiter am Westfälischen Energieinstitut (v.l.n.r.) Dr. Ulrich Rost, Jeffrey Roth und Dr. Florian Wirkert zeigen auf der diesjährigen Hannover-Messe die Weiterentwicklung der Hochdruck-Elektrolyseur-Technik und deren neu entwickeltes Innenleben. Mit einem Elektrolyseur kann der zuvor durch Wasserspaltung erzeugte Wasserstoff direkt eingespeist werden, da sich der Druck an das jeweilige zu speisende Medium anpassen lässt.

Nur wenige Themen standen in der letzten Zeit so im Brennpunkt der Diskussion wie der „Dieselskandal“. Ob Elektromobilität der umweltgerechte Ersatz für Verbrennungsmotoren ist, hängt sicherlich auch davon ab, ob die „Stromer“ ihren Strom umweltschonend aus regenerativen Energiequellen beziehen.

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Wasserdampf statt Diesel-Abgase

Einen Beitrag dazu könnte die Erzeugung des Stroms für Elektroautos mit Brennstoffzellen leisten. Die Fahrzeuge werden dann mit Wasserstoff betankt. Als „Abgas“ stößt das Fahrzeug nur Wasserdampf aus. Ein Forscherteam des Energieinstituts der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen befasst sich seit vielen Jahren mit der dazu nötigen Wasserstoff-Bereitstellung und zeigt auf der diesjährigen Hannover-Messe die neueste Entwicklung von Hochdruck-Elektrolyseuren zur Spaltung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff: kompakter, effizienter, modular aufgebaut und fähig, den Wasserstoff direkt ins Erdgasnetz mit einzuspeisen. „So ist es bald möglich, Elektrofahrzeuge einfacher zu befüllen. Denn der Betriebsdruck im Tank von Autos liegt zurzeit bei etwa 700 Bar und bei Bussen bei 350 Bar. Dies ist nötig, damit genügend Wasserstoff getankt werden kann, um eine hohe Reichweite mit den Fahrzeugen zu erzielen“, erläutert Wissenschaftler Dr. Ulrich Rost vom Energieinstitut der Westfälischen Hochschule.


Bocholter zeigen Bionik-Projekte

Lehrende und Studierende aus dem Bocholter Bionik-Studiengang der Westfälischen Hochschule stellen außerdem Ideen und Projekte auf dem Gemeinschaftsstand Biokon aus. Ab 11 Uhr gibt es am Montag, 23. April, dazu Vorträge im Messeforum „TechTransfer“ von Prof. Dr. Heike Beismann (Bionik in ein Entwicklungsprojekt integrieren), Prof. Dr. Tobias Seidl (Bionik anwenden in Lehre und KMU) sowie Jan Bürgener (Bionikprojekt von Studierenden zum Tierwohl – Vermeidung von Hitzestress durch Kühlmatten).

Die Hannover-Messe gehört nach Angaben der Veranstalter zu den bedeutendsten Industriemessen der Welt. Sie findet in diesem Jahr von Montag bis Freitag, 23. bis 27. April, statt.