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„Kommen und Gehen“ – es bestimmt unser Leben

Auch der beste Hirte wird sich irgendwann im Leben von seinen Schäfchen trennen müssen – Pastor Wielens lässt seine Gemeinde aber nicht alleine zurück.

Freitag, 6. Juli 2018 - 16:32 Uhr

von Jan Rottmann

Auch der beste Hirte wird sich irgendwann im Leben von seinen Schäfchen trennen müssen – Pastor Wielens lässt seine Gemeinde aber nicht alleine zurück.

Foto: Betz

Der studierte Musiker lässt auch privat seine Finger gerne über die Klavier- oder Orgeltasten huschen.

Fast 30 Jahre ist es her, dass der Pfarrer Karl- Heinz Wielens in die St. Bernhard Gemeinde in Lowick berufen wurde – vieles hat er seit dem bewirkt. Am Sonntag, 8. Juli, wird der Geistliche seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Der 1948 in Ahaus geborene Pfarrer wurde am 2. Juni 1974 im Dom zu Münster zum Priester geweiht. Nach Stationen in Gescher und Selm wurde er 1989 zum Pfarrer von St. Bernhard bestellt. Zehn Jahre darauf übernahm er auch die Pfarrverwaltung in St. Ludger Spork, später auch in St. Michael Liedern. 2010 begleitete er die Fusion zur Großgemeinde mit den Kirchtürmen St. Bernhard Lowick, St. Michael Liedern, St. Michael Suderwick und St. Ludger Spork. Als Pfarrer muss man sich auf vielen Fundamenten bewegen können. Bei der Vielfalt an Aufgaben ist auch eine Menge von Fähigkeiten nötig, um immer einen passenden Lösungsansatz zu bieten. Neben der Seelsorge sind das die Qualitäten als Verwalter und Vermittler, Kommunikationsexperte und gar Werbeträger in Sachen Kirche und Religion. Auch als Träger der Kindertageseinrichtungen St. Anna, St. Bernhard und St. Ludger zeigte er sich offen für politische und gesellschaftliche Entwicklungen, insbesondere mit Blick auf die Möglichkeit Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. So war es Pastor Wielens stets wichtig, die Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, was er immer wieder mit einer persönlichen Begrüßung zum Ausdruck brachte. Unkonventionell stimmte er auch die Abläufe und Inhalte auf die Bedürfnisse der kleinsten Gemeindemitglieder ab. Neben seiner Berufung zur Theologie ist Karl-Heinz Wielens ebenfalls begeisterter und studierter Musiker. Als Kirchenmusiker war ihm die akustische Begleitung der Gottesdienste sowie die Arbeit mit den Chormusikern eine Herzensangelegenheit. In all den Jahren sorgte er dafür, dass regelmäßig Konzerte in der Kirche stattfinden konnten. Beim Ausfall eines Organisten, wurde nicht auf Musik verzichtet – klar, dass der Pfarrer selbst in die Tasten haut. In einem kurzen Interview verriet der Seelenhirte, dass er natürlich auch noch im Ruhestand seiner großen Liebe der Musik nachgehen werde. Neben dem musizieren, gehört auch das Bergsteigen zu seinen liebsten Hobbys. Wünsche für seine Gemeinde hat der scheidende Pfarrer auch: „Möge die Individualität unserer kleinen Gemeinden erhalten bleiben. Gemeinden kann es nur geben, wenn wir Gemeinschaft leben. Deshalb bin ich der Meinung: Eine Gemeinde habe nicht größer zu sein, als dass sich alle kennen!“

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Alle, die sich Karl-Heinz Wielens verbunden fühlen, sind herzlich eingeladen mit auf Abschiedsfest am Sonntag, 8. Juli, zu feiern.

Foto: Sven Betz