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Mehr Ausbildungsverträge

Unternehmen suchen Kontakt mit Schulen

Dienstag, 31. Juli 2018 - 11:21 Uhr

von Alexandra Knop

Die Zahl von Auszubildenden in IHK-Berufen steigt.

Foto: IHK

Carsten Taudt ist Geschäftsbereichsleiter Bildung und Fachkräftesicherung der IHK Nord Westfalen.

Zum Beginn des Ausbildungsjahres meldet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen bei den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen einen Zuwachs von fast drei Prozent. Insgesamt 7933 junge Frauen und Männer beginnen in den nächsten Tagen und Wochen in einem Unternehmen im Münsterland oder in der Emscher-Lippe-Region ihre Ausbildung in einem IHK-Beruf. Das sind 219 Verträge (2,8 Prozent) mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

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„Der Zuwachs an neuen Ausbildungsverträgen könnte sogar noch größer sein“, betont Carsten Taudt, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Bildung und Fachkräftesicherung. Denn nach einer aktuellen IHK-Umfrage kann ein Drittel der Betriebe nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Dass die Zahl der neuen Ausbildungsverträge trotz rückläufiger Schulabgänger- und Bewerberzahlen dennoch gestiegen ist, führt Taudt auf „ein deutlich verbessertes Ausbildungsmarketing“ der Betriebe zurück, aber auch auf eine zunehmend individuelle Vermittlungsarbeit zum Beispiel durch das Projekt „Passgenaue Besetzung“.

„Die Betriebe machen sich mehr Gedanken und suchen verstärkt den direkten Kontakt zu potenziellen Bewerbern, etwa indem sie ihre Auszubildenden über die IHK als Ausbildungsbotschafter in die Schulen schicken“, erläutert Taudt. Dadurch steige nachweisbar die Zahl der Bewerbungen, gerade aus der nächsten Umgebung des Betriebes. Und nicht zuletzt sorge auch die hohe Zahl von Studienabbrechern dafür, dass bei der Berufswahl die betriebliche Ausbildung stärker berücksichtigt werde.

Wichtig sei jetzt, dass die Berufsorientierung in den Schulen weiter gestärkt werde. So müssten sich auch die Oberstufenschüler in Gymnasien umfassend mit dem Thema Ausbildung auseinandersetzen. „Denn die Betriebe suchen in den nächsten Jahren vor allem Menschen mit einer guten betrieblichen Ausbildung“, berichtet Taudt aus den Ergebnissen des IHK-Fachkräftemonitors. Das spiegle sich auch in der Zahl der aktuellen Neuverträge wider.

Mit einem Plus von 3,6 Prozent weist das Münsterland erneut eine besondere Dynamik auf. 204 Ausbildungsverträge mehr als im Vorjahr reichten die Betriebe bis Ende Juli bei der IHK ein. Bis Ende September rechnet die IHK mit rund 2000 weiteren Ausbildungsverträgen. „Da tut sich noch sehr viel“, weiß Taudt aus Erfahrung. Jugendlichen, die aktuell noch einen Ausbildungsplatz suchen, rät Taudt, sich an die IHK zu wenden: „Über das Projekt ‚Passgenaue Besetzung‘ vermitteln wir derzeit viele Bewerber auf unbesetzte Ausbildungsplätze.“ Davon gebe es aktuell noch eine ganze Menge. Mit der „Passgenauen Besetzung“, die durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird, unterstützt die IHK vor allem kleinere Betriebe bei der Suche nach motivierten Auszubildenden.

Wer freie Ausbildungsplätze sucht oder anbieten möchte, kann auf die kostenfreie Lehrstellenbörse der IHK zurückgreifen unter www.ihk-lehrstellenboerse.de.