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„Onehuuuundredandeeeeighty“

Bouncer, Legs und Shanghai-Finish

Dienstag, 7. August 2018 - 12:25 Uhr

von Jan Rottmann

Wenn Russ „The Voice“ Bray so fabelhaft klingt wie ein Bär nach zu viel Single-Malt und die magischen Worte spricht, bleibt kein Auge trocken.

Foto: Jan Rottmann

Ein Teil des Teams der Fässchenjäger vor einem der neuen Automaten.

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Schon lange hat die Präzisionsportart Dart ihren Weg aus der schummrigen Kneipe auf die großen Turnierbühnen der Welt geschafft. Auch in Deutschland gewinnt der Sport stetig an Popularität hinzu. Über Namen wie Michael van Gerwen, Phil Taylor oder dem des deutschen Max Hopp, sind auch die Dartmuffel bestimmt schon mal gestolpert.


Kunst oder Kneipensport?
Das perfekte Spiel, wie es im Live-TV zuletzt Gary Anderson im Juli bei den World-Matchplays im britischen Blackpool gelang, wird in Fachkreisen und dem Feuilleton sogar als Kunst diskutiert. Mit neun Pfeilen von 501 auf exakt null zu kommen, wobei der letzte Dart in einem der acht Millimeter breiten Double-Felder landen muss, lässt sich mit einem Hole-in-one des Golfsports vergleichen. Manch einer würde den kernigen Typen am Oche (Abwurflinie) solch filigrane Bewegungsabläufe gar nicht erst zumuten, sondern assoziiert die Scheibe an der Wand mit Bieratem, Tribal-Tattoos und eher latent nüchternen Hobbyathleten. Doch Dart ist längst klassenlos geworden und für alle Geschlechter und Altersgruppen attraktiv – es besteht für jede Sportlerin oder Sportler absolute Chancengleichheit.
Globales Pfeilewerfen
Auch in Bocholt weht nun ein Hauch von London und Blackpool. Die Fässchenjäger haben technisch aufgerüstet und mit den neuen E-Darts Geräten von Radikal Darts kann man gegen Spieler auf der ganzen Welt spielen. Drei Kameras halten den Spieler, das Board und die Abwurflinie im Auge. Dies dient einerseits zur Überprüfung der Fairness, aber auch zur Selbstanalyse. So kann auch jederzeit trainiert werden, wenn kein realer Gegenspieler zugegen ist. Dazu werden regelmäßig Turniere ausgespielt, bei denen insgesamt bis zu 4000 Euro als Gewinn unter den Top-Ranglisten-Besten aufgeteilt werden – bald soll sogar ein Lexus als Gewinn zur Verfügung gestellt werden.
Spielen gegen die Profis
In der Regel werden die individuellen Spielerergebnisse miteinander verglichen, sodass immer Dartspieler der gleichen Spielklasse gegeneinander antreten. Denn jedes Teammitglied bekommt eine persönliche Karte, auf der alle Statistiken aufgezeichnet werden. Über eine App hat jedes Mitglied Zugriff auf seine Daten und persönlichen Videos. Aktuell sind weltweit 614 000 Mitglieder registriert, unter denen auch einige der bekannteren Gesichter wie Mensur „The Gentle“ Suljović sind, die das Gerät regelmäßig nutzen. Suljović besitzt das Modell auch als Steel-Dart-Variante, die in kommender Zeit marktfähig werden soll. Die Fässchenjäger trainieren jeden Freitag in der Gaststätte „Zum Fässchen“. Ansprechpartner ist Willi Grundmann. Wer mehr über die Radikal Darts Turnier Organisation erfahren möchte, findet alles weitere im Netz: unter: www.rdto.de

Foto: Jan Rottmann