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Paris – Brest – Paris

Der Isselburger Armin te Grotenhuis trainiert bereits jetzt für seine schwerste Herausforderung und sucht noch Mitstreiter.

Dienstag, 5. Juni 2018 - 11:21 Uhr

von Alexandra Knop

Der Isselburger Armin te Grotenhuis trainiert bereits jetzt für seine schwerste Herausforderung und sucht noch Mitstreiter.

Foto: te Grotenhuis

Mittlerweile ist Armin te Grotenhuis so fit, dass er 600 Kilometer (mit 5200 Höhenmetern) in ungefähr 25 Stunden schafft. Das setzt aber ein tägliches Training voraus.

Dass in Bocholt und Umgebung viel geradelt wird, ist wohl hinlänglich bekannt. Aber dass bei manchen über 20000 Kilometer im Jahr zusammenkommen, ist dann doch überraschend.

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Einer von diesen Fahrradcracks ist Armin te Grotenhuis. Bei dem 56-Jährigen ist aus einem anfänglichen Hobby vor 16 Jahren mittlerweile eine Passion geworden und seine Strecken werden immer länger. So fährt der Teamleiter der Warenaufbereitung von Rose Bikes nicht nur täglich von Isselburg nach Bocholt zur Arbeit, sondern auch danach immer noch eine extra Tour.


Randonneurs-Rad

Zurzeit trainiert te Grotenhuis für seine größte Herausforderung: den 1200 Kilometer langen Fahrradmarathon „Paris – Brest – Paris“ (PBP), der nur alle vier Jahre – und wieder im August 2019 stattfindet. Hierbei handelt es sich nicht um ein Radrennen, sondern das Ziel der Teilnehmer ist die gesamte Strecke in einer Zeit von 90 Stunden zu schaffen. Für die mit 10000 Höhenmetern sehr hügelige Strecke sind alle Arten von Fahrrädern erlaubt, solange der Antrieb über eine Kette und ohne Hilfskraft geschieht.

Die meisten Fahrer sowie auch Armin haben ein sogenanntes Randonneurs-Rad, ein Langstreckenfahrrad, das aussieht wie ein Mittelding aus Renn- und Treckingrad. Der 56-Jährige hat es sich selbst konfiguriert, denn das Fahrrad muss für solch lange Strecken einige Extras aufweisen, da die Fahrer unterwegs auf sich alleine gestellt sind. Das heißt, sie sind Selbstversorger und müssen alles Notwendige am Rad mitführen.

Deshalb sollten zum Beispiel vier Flaschenhalterungen vorhanden sein und die Möglichkeit bestehen, ausreichend Gepäck, wie Ersatz- und Regenkleidung, Schlafsack aber auch jede Menge Proviant wie Müsliriegel, Kohlehydrategels oder Bananen zu verstauen. Dabei darf das gute Stück nicht zu schwer sein – das Fahrrad von te Grotenhuis wiegt ohne Gepäck bereits rund zehn Kilogramm.

Um sich für den großen Fahrradmarathon zu qualifizieren, müssen die Fahrer im selben Jahr lange Strecken, sogenannte Brevets, von jeweils mindestens 200, 300, 400 und 600 Kilometern absolvieren. Da die Anzahl der Startplätze begrenzt ist, haben diejenigen Vorrang, die im Jahr vor dem PBP, einen möglichst langen Brevet gefahren sind. Wer im Vorjahr einen Brevet mit 1000 Kilometern gefahren ist, darf sich als Erstes anmelden, dann folgen diejenigen, die einen 600 Kilometer-Brevet gefahren sind und so weiter. Und ganz vorne mit dabei sein möchte Armin te Grotenhuis sein. Die 200, 300, 400 und 600 Kilometer langen Strecken hat er schon in diesem Jahr gemeistert und bereitet sich nun körperlich als auch mental auf die 1000 Kilometer vor.


Sportliche Mitradler gesucht

Um so ein tolles sportliches Ereignis nicht alleine zu erleben, sucht Armin nun Mitstreiter aus der Region, mit denen er auch zusammen trainieren kann. „Bei diesen langen Strecken ist es immer schöner mit anderen im Team zusammenzufahren, einmal zur Motivation, aber auch zur Sicherheit, da man gegenseitig auf sich aufpasst, auch zum Beispiel wenn man nachts im Dunkeln unterwegs ist“, erklärt der Radfahrfan, der sich in diesem Zusammenhang recht herzlich bei seinem Arbeitgeber Rose Bikes für die viele Unterstützung bedanken möchte.

Wer mit Armin te Grotenhuis zusammen radeln möchte, meldet sich einfach per E-Mail an tegrotenhuis@t-online.de.

Foto: te Grotenhuis