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lokal & aktuell

Wo steht Bocholt in zwölf Jahren?

Zukunftsstadt 2030

Dienstag, 6. März 2018 - 09:57 Uhr

von Christian Vosgröne

Wie sich die Bürger die Zukunft der Stadt vorstellen, ist jetzt in einem Bürgergutachten zusammengetragen worden.

Foto: Sven Betz

Die älteste und die jüngste Teilnehmerin, Elisabeth Splitthoff (80) und Alissa Volmering (17), übergeben das Bürgergutachten an Bürgermeister Peter Nebelo.

Feierstunde in der Mensa der Gesamtschule am Freitagabend: Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Zukunftsstadt 2030“ hat Bürgermeister Peter Nebelo ein Bürgergutachten entgegengenommen. Es enthält zahlreiche Vorschläge, wie sich die Stadt in den nächsten Jahren positiv entwickelt könnte. Zusammengetragen wurden diese von rund 90 überwiegend zufällig ausgewählten Bocholtern und Interessenvertretern aus Politik, Verbänden und Verwaltung,

Die Visionen waren in sogenannten Planungszellen erarbeitet worden, die das Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal begleitete. Sieben größere Themenbereiche standen auf der Agenda. Eine Gruppe ging etwa der Frage nach, ob die Ravardistraße in eine autofreie Zone umgewandelt werden könnte.

Prof. Dr. Hans Lietzmann und Mark Schwalm stellten das Gutachten in der Mensa vor und sprachen von einer regen Beteiligung. Insgesamt knapp 1900 Stunden Arbeit hätten die Teilnehmer investiert, erklärte Schwalm. „Die Nachfrage nach dem Verfahren war noch nie so hoch“, sagte Dr. Lietzmann.

Für die Moderation der Veranstaltung zeigte sich BBV-Redakteur Jochen Krühler verantwortlich, der auch mit einigen Teilnehmern über die aktuelle Lage sprach. So wurden etwa die „grüne Umgebung“ und die „sicheren Arbeitsplätze in Bocholt“ gelobt, die erhalten bleiben müssten.

Bocholt hofft nun, mit weiteren Maßnahmen zur Bürgerbeteiligung, als eine von acht Städten in die dritte und letzte Runde des bundesweiten Wettbewerbs zu kommen. Für die zweite Runde hatten sich insgesamt 20 Kommunen qualifiziert. Am Ende winkt eine Finanzspritze in Höhe von eine Million Euro. Mit dem Geld kommt die Kommune, die den Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030“ gewinnt, den Visionen ihrer Bürger einen Schritt näher.

Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.zukunftsstadt-bocholt.de.