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Wirtschaft

Bocholt erhält Klimapreis

Ministerin Schulze Föcking: „Bocholt herausragendes Beispiel“

Freitag, 27. April 2018 - 11:46 Uhr

von Alexandra Knop

Ministerin Schulze Föcking: „Bocholt herausragendes Beispiel“

Foto: Bruno Wansing

NRW Umweltministerin Christina Schulze Föcking (2. von links) überreichte Bocholts Stadtbaurat Daniel Zöhler den „European Climate Adaption Award“. Umweltreferentin Angela Theurich (links) und Klimaschutzmanagerin Karolina Theissen (rechts) freuen sich über die Auszeichnung.

Bocholt (pid/akn). Als eine von zehn NRW-Kommunen erhielt die Stadt Bocholt in der vergangenen Woche, aus den Händen von NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking den „Climate Adaption Award (eca)“.

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Im Rahmen des kommunalen Klimaanpassungskongresses mit dem Thema „Kommunen begegnen dem Klimawandel – vom Konzept zur Umsetzung“ wurde Bocholt für die erfolgreiche Teilnahme am Modellversuch eea-plus und die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen ausgezeichnet. Bocholt widmete sich vor allem dem Thema Starkregen.

„Und hierbei ist Bocholt mit der Vielzahl an Maßnahmen in diesem Bereich ein herausragendes Beispiel“, lobte Ministerin Schulze Föcking. Besonders erwähnenswert sei die konsequente Erfassung, Analyse und Maßnahmenentwicklung in Bezug auf heutige und künftige Extremwetterereignisse. „Wir haben dazu eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe ,Starkregen‘ gegründet“, berichtet Stadtbaurat Daniel Zöhler, der den Preis gemeinsam mit Umweltreferentin Angela Theurich und Klimaschutzmanagerin Karolina Theissen entgegennahm. „Dieses Förderprojekt ist genau das richtige, weil es die Kommunen dazu animiert, frühzeitig im Planungsprozess über die Klimafolgen nachzudenken“, betonte Zöhler.

Als erstes Bundesland wird NRW ab diesem Sommer eine Förderung für Kommunen für Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssysteme im Bereich Klimafolgenanpassung, wie den eca, anbieten. „Ich möchte sie einladen, sich am zukünftigen Managementsystem zu beteiligen und mit ihren Wünschen und Bedarfen auf uns zuzukommen“, appellierte Schulze Föcking. NRW sei offen für neue Wege und werde passgenaue Angebote formulieren. „Der eca ist einer dieser neuen Wege“, betonte die Ministerin.

Hintergrund: Trotz stark gestiegener Bemühungen im Bereich des Klimaschutzes findet eine deutliche Veränderung des Klimas statt. Der Bereich der Klimaanpassung beschäftigt sich mit der klimagerechten Gestaltung unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes, um eine hohe Lebensqualität und funktionale Infrastrukturen in Städten und dem ländlichen Raum auch in Zukunft zu gewährleisten. Durch regionsspezifische Klimaentwicklungen sind individuelle Maßnahmen in den Städten von Nöten, die zu entwickeln um umzusetzen eine besondere Herausforderung darstellt. European Climate Adaption Award: Der European Climate Adaption Award (eca) stellt das Pendant zum EEA (European Energy Award) dar und ermöglicht Kommunen die Erarbeitung von lokal notwendigen Klimaanpassungsmaßnahmen auf Grundlage einer Klimaanalyse. Der von 2014-2017 durchgeführte Modellversuch eea-plus stellte den Probelauf für den eca dar. Ab Sommer 2018 wird das zuständige Ministerium die Anwendung von Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystemen zur Klimaanpassung in Kommunen fördern.