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Pilotprojekt am St.-Georg-Gymnasium
14.09.2012

Zukunft Schule: iPads im Unterricht?!

Der Deutsch-Leistungskurs des Bocholter St.-Georg-Gymnasiums testet ein Jahr lang,

Bocholt (jw). In Skandinavien und vielen US-Staaten ist es bereits Alltag: das schulische Lernen und Arbeiten mit Tablet-Computern wie dem iPad. Nun testet auch das Bocholter St.- Georg-Gymnasium für die Dauer eines Jahres, ob der Einsatz dieses technischen Hilfsmittels tatsächlich bessere Lernerfolge erzielen kann.

Die 19 Schüler des Deutsch-Leistungskurses erhielten unlängst jeder einen der heiß begehrten Tablets – und konnten es kaum erwarten, die Geräte in Gebrauch zu nehmen. Initiator des Versuchsprojektes ist ihr Lehrer Tobias Hübner, der sich für das St.-Georg-Gymnasium auf eine Ausschreibung der Berliner Firma „Tablet & iPadverleih“ beworben hatte, die deutschlandweit zu Testzwecken iPads an Schulen verleiht. „Natürlich ist die Bewerberzahl sehr hoch“, berichtet Michael Zemke von „Tablet & iPadverleih“, „aber Herr Hübner hat in seiner Bewerbung verdeutlicht, dass er das Projekt mit sehr viel Engagement und tollen Ideen angehen möchte. Deshalb haben wir uns unter anderem für das St.-Georg-Gymnasium in Bocholt entschieden“, berichtet Zemke weiter.Insgesamt 30 niegelnagelneue iPads stehen der Schule nun bis zum Ende der Sommerferien im nächsten Jahr zur Verfügung. Neben den Schülern des Deutsch-Leistungskurses erhielten auch einige Lehrer eines der begehrten Exemplare. „Natürlich stehen wir jetzt erst am Anfang des Test-Projektes und wissen noch nicht, ob der Einsatz von Tablet-Computern im Unterricht wirklich sinnvoll ist“, sagt Hübner, „aber wir haben schon eine Menge gute Ideen, dies zu testen“.

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So werden die Schüler beispielsweise mit Hilfe der Computer selbst Lernmaterialien wie Fragen-Kataloge, Multiple-Choice-Tests oder Power-Point-Präsentationen zu den unterschiedlichen schulisch relevanten Themen erstellen, anhand derer sie sich auf das Abitur vorbereiten wollen. Indem die Fragenkataloge auch ins Internet gestellt werden, können nicht nur die Bocholter Schüler, sondern alle, die an dem entsprechenden Thema interessiert sind, davon profitieren. Die Idee jedenfalls kommt bei den Schülern gut an. „Ich kenne das iPad schon aus meinem privaten Umfeld“, berichtet Felix Langfeld, der an dem Testversuch teilnimmt, „aber ich bin gespannt, wie das in der Schule funktioniert“. Dass sie die iPads auch privat nutzen dürfen, ist für die Schüler ein besonders angenehmer Nebeneffekt.

Auf die Frage, ob die Schüler nicht durch die zumindest teilweise auch während des Unterrichts vor ihnen liegenden internetfähigen Computern abgelenkt sein könnten, sagt Hübner: „Ganz ehrlich, da bin ich auch gespannt drauf. Wir werden sehen!“. Ob der schulische Einsatz der Tablet-Computer für das Georgs-Gymnasium also eine zukunftsträchtige Lernmöglichkeit darstellt, wird sich spätestens am Ende des Testversuches in einem Jahr zeigen. Der StadtKurier wird weiter berichten.

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