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Unterhaltung

„9 Tage mit Okapi“

„mein StadtKurier“-Buchtipp von Bibliothekarin Claudia Alders

Freitag, 6. März 2020 - 15:02 Uhr

von Claudia Alders

Eine wunderbare Freundschaftsgeschichte über den Mut, den es manchmal braucht, anders zu sein und füreinander einzustehen.

© Christian Vosgröne

Das Buchtipp-Quintett bilden (von links) Martin Wintermeier, Klaudia Kroesen, Melanie Tenhumberg, Claudia Alders und Ludger Schmeink, der als „Springer“ fungiert.

Von hinten wie ein Zebra, von vorne wie ein Reh, von der Seite wie ein Pferd! Lale staunt nicht schlecht, als solch ein Tier plötzlich in der Umkleidekabine neben ihr auftaucht. Verrückterweise ist das sprechende Okapi auf der Suche nach einer braunen Strumpfhose. Was auch sonst?! Da es aber im gesamten Kaufhaus nicht eine passende Strumphose gibt, beschließen Lale und Ihre Mutter kurzerhand das Okapi mit nach Hause zu nehmen. Dort lassen die Oma und ihre Freundinnen die Stricknadeln glühen und bald ist dem Okapi, mit einer neuen Hose, geholfen. Doch als Lale herausfindet, warum das scheue Tier seine schönen und auch sehr praktischen Streifen verschwinden lassen möchte, ist sie entsetzt. In seiner Heimat, dem Regenwald, wurde es für seinen „Dicken–Okapi–Hintern–und–dann-noch–mit-Streifen“ zum hässlichsten Tier des Urwaldes gewählt. Woraufhin es sich todtraurig in ein Flugzeug setzte, um etwas zu finden, was sein Problem verschwinden lässt: die blickdichte kastanienbraune Strumpfhose!

Lale ist sich sicher, dass sich die anderen Tiere, so etwas bei einem gefährlicheren Tier als dem friedvollen Okapi, nicht getraut hätten. Als Lale in der Schule ihrer Freundin davon erzählt, ruft diese kurzerhand auch einen solchen Hässlichkeitswettbewerb ins Leben. Dadurch erkennt Lale, was sie ihren Mitschülern damit antun kann und wie verletzend es ist, andere zu hänseln oder gehänselt zu werden.

Zusammen mit dem Okapi fasst sie den Plan, etwas gegen den fiesen Wettbewerb zu unternehmen. Doch dafür braucht auch das schüchterne Okapi eine Menge Mut.

Viel Spaß beim Lesen

wünscht Ihnen

Bibliothekarin

Claudia Alders

Zur Autorin: Sandra Niermeyer ist eine heitere, leichtfüßige und unaufgeregte Geschichte mit einem liebenswerten, noch unverbrauchten Exoten gelungen, die eine pädagogische Botschaft ohne Zeigefinger vermittelt. Die farbenfroh illustrierte Geschichte eignet sich perfekt für alle Kinder ab neun Jahren und ist auch bei dem Online-Programm zur Leseförderung www.antolin.de gelistet.

Alle im StadtKurier vorgestellten Bücher können in der Stadtbibliothek Bocholt, Hindenburgstraße 5, während der Öffnungszeiten ausgeliehen werden: dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 19 Uhr, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.