Unterhaltung

Gut für das Ohr und die Seele

14 Coverversionen von musikalischen Klassikern der 80er im Rockabillysound

Donnerstag, 13. Januar 2022 - 10:56 Uhr

von Jörg Honsel

Wer den – wettermäßig und pandemiebedingt – trüben Zeiten ein wenig entfliehen will, dem empfiehlt Jörg Honsel das Album „Hot Shots“ von „The Baseballs“.

© Jörg Backhaus

Liebe Musikfreunde! Wie sie wissen, bin ich der Meinung: Musik bringt uns auch durch die schwersten Zeiten! Trotz oder gerade wegen der zu Anfang dieses neuen Jahres weiterhin sehr schwierigen Situation und der kalten und dunklen Jahreszeit.

Tipp: Zuhören und mitreißen lassen

Kürzlich sah ich zufällig im Fernsehen den Song „Rock me Amadeus“ als Werbung für das Album „Hot Shots“ von „The Baseballs“. Trotz der wenigen Sekunden hat mich diese Coverversion total gepackt. Also habe ich mir das ganze Album angehört, das bereits im Mai 2021 erschienen ist. Das brachte mir so viel Energie und gute Laune, wie ich es selten erlebt habe.

Es gibt 14 Coverversionen von musikalischen Klassikern der 80er im Rockabillysound. Bekannt wurde die deutsche Band „The Baseballs“ 2009 mit ihrer Rockabillyversion von Rihannas „Umbrella“. Auf ihrem fünften Studioalbum seit ihrer Gründung 2007 coverten die drei Jungs mit „Rock me Amadeus“ von Falco und „Mambo“ (Herbert Grönemeyer) zum ersten Mal zwei deutsche Titel. „Mambo“ ist mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album. Gleich zu Anfang nehmen einen das kleine Gitarrensolo und das Fingerschnippen sofort mit. Wenn der Gesang einsetzt, merkt man, es braucht nicht unbedingt Herbies Stimme.

Jeder Song wurde nicht „mal eben so“ in den Rock-’n’ Roll-Stil übertragen, sondern sehr individuell und behutsam neu aufgenommen. Bei „Kids in America“ (Kim Wilde) geht so richtig die Post ab, mit einem zwischenzeitlichen furiosen Gitarrensolo. Direkt danach hört man die Kultballade „Forever Young“ von Alphaville in einem sehr leichen Uptempo; mit einem dezenten Schlagzeug swingt der Song einfach.

Auch „Super Trouper“ (Abba) erhält eine eigene neue musikalische Note, die genau zu dem Stück passt. „Wake me up before you go go“ von Wham hat ja im Original schon einen ziemlich treibenden Rhythmus und bot sich daher natürlich für diese musikalische Stilrichtung hervorragend an. Aber auch hier schaffen „The Baseballs“ mit ihrem Chor- und A-Capella-Gesang im Hintergrund noch einmal, eine Schüppe darauf zu legen.

Der Klassiker „Time of my life“ funktioniert nur als langsame Nummer? Könnte man meinen, wenn man den Anfang dieser neuen Version hört. Aber nur 25 Sekunden lang. Dann nimmt auch diese Coverversion Fahrt auf, aber auch hier nicht zu schnell, sondern mit dem genau richtigen Tempo. Alle Titel hören sich durchweg groovig und lässig an.

Also: Wer dieser schweren Zeit und den dunklen und kalten Tagen wenigstens ein bisschen entfliehen will, einfach dieses Album anhören und sich mitreißen lassen. Es ist gut für das Ohr und die Seele!

Schönes Reinhören

wünscht Ihnen wie immer

Ihr Jörg Honsel