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Veranstaltungen

Gesungene Poesie und musikalische Fabeln

„Musica poetica“: Ringenberger Schlosskonzert am Samstag, 26. Oktober

Dienstag, 22. Oktober 2019 - 14:17 Uhr

von Stefanie Himmelberg

© pd

Wolfgang Kostujak

Vom späten 16. Jahrhundert an beginnen Musiker mit wachsender Begeisterung, ihr Handwerk als Sonderform von Sprache zu verstehen. Vor allem in Italien wird die Vokabel „Musica Poetica“ zum beliebtesten Fachbegriff der musikalischen Ratgeberliteratur. Mit den neuen Spielregeln geht ein verändertes Selbstverständnis der Musiker einher: Sie lernen ihr Handwerk von nun an aus Rhetorikbüchern, verstehen sich als Redner und erzählen fortan mit wachsender Begeisterung von Lust, Liebe, Leid, Glück, Eros, Mysterium.

Wie bei der Redekunst selbst besteht jetzt auch unter Musikern das Ziel darin, die Gemütsverfassung des Publikums zu neuen Ufern zu leiten.

Um genau solch eine Seelenleitung im besten Wortsinn geht es beim nächsten Ringenberger Schlosskonzert am Samstag, 26. Oktober, 17 Uhr, im Ringenberger Schloss. Mit der gebürtigen Moskauer Sopranistin Ekaterina Korotkova hat die Derik-Baegert-Gesellschaft eine Musikerin zu Gast, für die die Barockmusik seit dem ersten Moment ihrer musikalischen Laufbahn zu den erklärten Herzensangelegenheiten gehört. Begleitet wird sie von der Bonner Barockcellistin Emily Wittbrodt sowie von Schloss-Musiker Wolfgang Kostujak (Cembalo). Auf dem Programm stehen Klänge aus der Frühzeit der „Musica Poetica“: von Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli, Biagio Marini, Tarquinio Merula, Antonio Vivaldi und einigen anderen.

Ticketreservierungen sind möglich im Internet (schloss-ringenberg.com) oder unter 02852-9659950. Die Karten gibt es für 15 Euro, ermäßigt zehn Euro.

© pd

Ekaterina Korotkova