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Apps für schnelle Hilfe

Digitalisierungsschub im Rettungswesen

Donnerstag, 30. September 2021 - 14:22 Uhr

von Christian Vosgröne

Von der Ersten Hilfe bis zum Notruf: Smartphone-Apps greifen den Rettungsdiensten bei ihrer Arbeit zunehmend unter die Arme.

© Christian Vosgröne

Per App Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst rufen: Mit der Nora-App lassen sich wichtige Informationen wie Standort und Vorerkrankungen automatisch mit übermitteln.

Im Frühjahr startete der Kreis Borken das Projekt Corhelper. Über eine App alarmiert die Leitstelle qualifizierte Ersthelfer, die sich in der Nähe eines Notfalles aufhalten und somit schneller als der Rettungswagen vor Ort sein können.

Für den Dienst registrierten sich nach Angaben des Kreises Borken bis heute rund 600 Menschen wie medizinische Fachangestellte oder Physiotherapeuten, aber auch Ärzte und Rettungsassistenten. Sie übernehmen in den ersten zuweilen überlebenswichtigen Minuten zum Beispiel Herz-Druck-Massagen. „Die große Zahl registrierter Personen zeigt eindrücklich, dass bei uns im Westmünsterland viele Bürgerinnen und Bürger, die eine medizinische Qualifikation haben, bereit sind zu helfen“, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. Weitere Informationen: www.kreis-borken.de/ersthelferapp.

In dieser Woche schalteten die Behörden mit der Nora-App ein weiteres Digitalisierungsprojekt frei. Mit der App kann jeder per Smartphoneeingabe einen Notruf an Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst absetzen. Auch der eigene Standort lässt sich übermitteln. Nach dem Download ist eine Registrierung mit Namen und Handynummer notwendig. Im Profil können zudem Vorerkrankungen eingetragen werden. Somit erhält der Rettungsdienst im Notfall erste Informationen über den Patienten.

Die Nora-App ist für Android und iOS in den App-Stores verfügbar. Sie funktioniert derzeit in 15 Bundesländern.