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lokal & aktuell

Betrüger schicken SMS

Unbekannte gaukeln Problem mit einem Paket vor

Freitag, 3. Januar 2020 - 15:30 Uhr

von Christian Vosgröne

© Christian Vosgröne

Diese SMS bekam die Bocholterin am Donnerstag auf ihr Smartphone.

Als eine Bocholterin in diesen Tagen eine SMS von einem angeblichen Paketdienst erhielt, ahnte sie zunächst nichts Böses. Ihr Paket sei im Verteilerzentrum angehalten worden, hieß es – mit der Aufforderung, auf einen Sendungsverfolgungslink zu klicken. Gesagt, getan: Auf der Webseite fand sich der vermeintliche Grund für das gestoppte Paket; es sei zu schwer, zwei Euro müssten nachgezahlt werden, damit es ausgeliefert werden könne. Die Aufmachung der Internetseite kam der Bocholterin jedoch verdächtig vor, weswegen sie keiner weiteren Aufforderung mehr nachkam und den Browser schloss.

Damit bewies sie den richtigen Riecher. Denn tatsächlich handelte es sich um eine neue Betrugsmasche, vor der aktuell die Kreispolizei Wesel in einer Pressemitteilung warnt. „Im nächsten Schritt wollen die Betrüger, dass man persönliche Daten inklusive Kreditkartennummer eingibt. Spätestens jetzt sollte jeder hellhörig werden und den Vorgang stoppen, denn man tappt womöglich gerade in eine Falle“, berichten die Beamten.

Die Polizei rät, gar nicht erst auf derartige Links zu klicken und auf unbekannten Internetseiten keine persönlichen Daten von sich preiszugeben. Im Zweifelsfall sollte telefonische Rücksprache mit dem Versanddienstleister gehalten werden.

„Gerne empfehlen wir an dieser Stelle auch die Präventionstipps des Landeskriminalamtes NRW. Diese sind zwar nicht explizit auf diese Betrugsmasche zugeschnitten, liefern aber wichtige Informationen zum Kauf im Internet und wie ‚Online-Betrüger‘ erkannt werden können, so die Kreispolizei Wesel weiter. Die Tipps sind unter www.polizei.nrw im Artikel „Black-Friday: Täuschend echt! Verbraucherzentrale und Polizei warnen vor Online-Fake-Shops“ zu finden.

Wer Opfer einer Betrugsstraftat geworden ist, sollte in der nächsten Polizeidienststelle Anzeige erstatten sowie Freunde und Verwandte warnen, so die Beamten.