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lokal & aktuell

Bocholt ausgezeichnet

„Grün statt Grau – Gewerbegebiet im Wandel“

Freitag, 17. Juli 2020 - 15:24 Uhr

von Christiane Schulz

Für die naturnahe Gestaltung und ökologische Aufwertung von Firmengeländen erhielt Bocholt, gemeinsam mit den Partnern des Projekts „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ vom Rat für nachhaltige Entwicklung jetzt die Auszeichnung „Nachhaltigkeit 2020“.

© Bruno Wansing/Stadt Bocholt

Anja Radermacher, hier auf einer Fläche an der Robert-Bosch-Straße, ist die Leiterin des Projekts „Grün statt Grau“ bei der Stadt Bocholt.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt mit 14 Partnern aus Kommunen, Universitäten und Zivilgesellschaft unter Leitung des „Wissenschaftsladen (WILA) Bonn“ überzeugte die Fachjury in der Kategorie „kreative Kooperationen“.

Klimawandel, Flächenkonkurrenz, Verlust biologischer Vielfalt: Die Kommunen in Deutschland sehen sich aktuell vielen Prozessen ausgesetzt, die eine immer stärkere Dynamik entfalten. Städte, Gemeinden und Landkreise sind hier gefordert, zukunftsgerechte Lösungen zu finden.

Das Projekt erprobt Wege, wie Kommunalverwaltung, Unternehmen, aber auch Vereine, Schulen und alle anderen Gruppen, die in Gewerbegebieten aktiv sind, diese gemeinsam nachhaltig weiterentwickeln können – für mehr Aufenthaltsqualität, mehr Natur im Gebiet und für eine bessere Anpassung an die Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen.

Dafür packen die Partner gemeinsam an: Sie haben Parkplätze entsiegelt, Nisthilfen aufgebaut, Grün an Dach und Fassade gebracht und heimische Stauden und Bäume gepflanzt. Außerdem haben sie Unternehmensnetzwerke gegründet und sich verwaltungsintern stärker vernetzt. Das Ziel der Stadt Bocholt ist es, durch ökologische Aufwertungen, langfristig mehr Leben und Vielfalt auf die Außenbereiche der Firmenareale zu bringen. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, so Bocholts Stadtbaurat Daniel Zöhler. „Wir wollen in Bocholt vorausschauend handeln und so das Stadtklima nachhaltig verbessern und es ist schön zu sehen, dass unsere Arbeit durch die Auszeichnung gewürdigt wird, das motiviert uns zusätzlich.“

Dazu Anja Radermacher, Projektbeauftragte bei der Stadtverwaltung: „Sobald die Pandemie es zulässt, wollen wir als Stadt wieder Informationsveranstaltungen für Unternehmer anbieten, Einzelberatungen sind aber auch aktuell möglich.“ Näheres findet sich auf der Website www.gewerbegebiete-im-wandel.de