Bocholter Kirmes erneut abgesagt

Die Bocholter Kirmes fällt erneut aus. Coronabedingt wird sie zum zweiten Mal in Folge abgesagt.

Bocholter Kirmes erneut abgesagt

Die Karussells drehen sich auch in diesem Herbst nicht.

Man habe den ganzen Sommer gehofft, bislang aber keine Planungssicherheit. Auch wenn die Abläufe eingespielt seien, brauche man eine gewisse Vorbereitungszeit, sagt Kirmesorganisator Markus Kock. „Uns läuft die Zeit davon.“ Die Enttäuschung sei groß.

„Uns ist die Tragweite dieser Entscheidung bewusst“, sagt Stadtmarketing-Geschätsführer Ludger Dieckhues. Eine Kirmes „wie wir sie kennen“ sei aktuell nicht zulässig und auch für Oktober nicht vorstellbar. Alternativkonzepte wie eine eingezäunte Variante, also ein Pop-Up-Freizeitpark, mit Besucherbegrenzung und Maskenpflicht erfülle den Anspruch einer Bocholter Kirmes nicht. „Für die echte Bocholter Kirmes gilt ‚ganz oder gar nicht‘!“, so Dieckhues.

Philip Traber, Vorsitzender des Bocholter Schaustellervereins, bedauert die Absage der Bocholter Kirmes. „Meine Schaustellerkollegen möchten wieder normal arbeiten dürfen und ihr eigenes Geld verdienen. Die Perspektivlosigkeit macht allen sehr zu schaffen. Die Untersagung von Kirmesveranstaltungen darf kein Dauerzustand bleiben. Es müssen schnellstmöglich gesetzliche Rahmenbedingungen her, die eine verlässliche Planung für die Veranstalter ermöglicht. Wir werden ja schließlich auch in den nächsten Jahren mit dem Virus leben müssen.“

Jetzt schauen alle Beteiligten auf 2022. Im nächsten Jahr soll die Kirmes wegen des Stadtjubiläums einen Tag länger dauern.