Bocholts Schützen feiern!

Mit einem Sternmarsch durch Bocholt beginnt am Sonntag, 25. September, das große Stadtschützenfest, das ab 10.30 Uhr am Aasee gefeiert wird.

Bocholts Schützen feiern!

Bevor es ihm am Sonntag an den sprichwörtlichen Kragen geht, durfte sich der Kaiservogel noch im Schaufenster von Juwelier Hermeier „ausruhen“. Bernhard Wilting und Ulrich Römer hatten ihn zu Ralf Bollwerk (von links) gebracht.

Am Sonntag, 25. September, heißt es für die ehemaligen Könige von 17 Bocholter Schützenvereinen „Antreten“ zum Kaiserschießen. Anlässlich des Jubiläums zu 800 Jahre Stadtrechte Bocholt, veranstaltet die Interessengemeinschaft Bocholter Schützenvereine, kurz IGBS, das Stadtschützenfest mit Kaiserschießen. Mit einem imposanten Sternmarsch zur Aasee-Festwiese soll der Tag beginnen. Es gibt Festreden, einen Gottesdienst, Musik, Lagerleben und natürlich das Schießen um die Stadtkaiser-Würde.

Beim IGBS-Vorsitzenden Bernhard Wilting und seinem Vorstandskollegen Ulrich Römer steigt der Adrenalinspiegel. „Die Nervosität ist da“, sagt Wilting. Ulrich Römer ergänzt: „Ich freue mich darauf, dass es jetzt endlich losgeht. Ich bin aber auch genauso froh, wenn am Sonntagabend alles gut gelaufen ist.“

Die beiden haben das Stadtschützenfest in den vergangenen Monaten gemeinsam mit einem Orgateam, bestehend aus Vertretern der Bocholter Schützenvereine, sowie dem Bocholter Stadtmarketing organisiert.

Mehr als 300 Könige

haben sich angemeldet

Der Ablauf des großen Tages ist durchgetaktet. In dieser Woche haben die teilnehmenden Schützen bereits ihre Schießmarken, Ablauf- und Aufmarschpläne erhalten, sie wissen um ihre Plätze auf der Festwiese und müssen jetzt quasi nur noch in ihre Uniformen schlüpfen. Los geht es für sie am Sonntag um 9.15 Uhr mit den Sammeln für den großen Sternmarsch der Schützen (Mehr hierzu auf der folgenden Seite).

Am Aasee angekommen wird es einen kurzen ökumenischen Wortgottesdienst der Pfarrer Rafael van Straelen und Axel Gehrmann geben. Um 11 Uhr begrüßen Bocholts Bürgermeister Thomas Kerkhoff und Bernhard Wilting die Gäste. Zu Ehren der Stadt Bocholt wird der Große Zapfenstreich gespielt.

Anschließend geht es dem Kaiservogel an den Kragen: Mit den Ehrenschüssen wird das Kaiserschießen 2022 eröffnet. „Mehr als 300 ehemalige und amtierende Schützenkönige haben sich angemeldet, um den neuen Kaiser unter sich auszumachen“, so Bernhard Wilting.

Während an der Vogelstange der Nachfolger von Hubert Hungerkamp ermittelt wird, steigt auf der Festwiese am Aasee ein geselliger Frühschoppen. Ein Schützengipfel sozusagen, bei dem jeder willkommen ist. Es gibt eine Hüpfburg für die Kinder und Bullenreiten für alle Mutigen.

„Von 15 bis 17 Uhr laden die St.-Stephanus-Frauen zur Kaffeetafel im Zelt ein“, so Ulrich Römer. Apropos Zelt. Das Festgelände wird von einem großen Skyliner vor Regen und Sonne gleichermaßen geschützt. Dazu gibt es Imbissangebote und Getränkestände der Bocholter Getränkehändler. Das Geschehen unter der Vogelstange sollte man dabei allerdings nicht aus den Augen verlieren, denn schließlich geht es um nichts weniger als den neuen Bocholter Kaiser!

Gegen 17 Uhr, so die Planungen, soll das neue Schützenoberhaupt der Stadt feststehen und dem wartenden Volk ebenso wie die neue Kaiserin vorgestellt werden. Als erste Amtshandlung verleiht diese anschließend die Schießpreise. Die Veranstaltung klingt abends in geselliger Runde aus. Das Einzige, was die Organisatoren im Vorfeld nicht planen konnten, ist das Wetter. Aber: „Wir sollen gegen Ende September schönes Herbstwetter bekommen“, sagt Bernhard Wilting mit Blick auf seine Wetter-App.