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Bürger sollen jetzt mitentscheiden

Prof. Ingo Froböse schlug spontane Sportangebote für Fußgänger in der Innenstadt vor.

Dienstag, 21. Mai 2019 - 14:36 Uhr

von Severin Rüger

Prof. Ingo Froböse schlug spontane Sportangebote für Fußgänger in der Innenstadt vor.

Foto: Severin Rüger

Am Samstag wurde das Projekt von Reinhard te Uhle von der Stadt Bocholt, Berater und emeritierter Professor Volker Rittner, Mark Schwalm und Professor Hans Lietzmann (Bergische Universität Wuppertal), BBV-Redakteur und Moderator Theo Theissen und dem städtischen Projektleiter Sascha Terörde erklärt (von links).

Bocholt (rue). Schon im nächsten Monat soll es ganz konkret werden: Anwohner sowie zufällig und repräsentativ ausgewählte Bocholter sollen mitentscheiden, wie die Grünfläche an der Weberstraße vor dem Domizil Diepenbrock im Sinne von mehr Bewegung und Begegnung umgestaltet werden kann.


Zukunftsbüro


in der Innenstadt

Das konnten Interessierte am Samstag beim Auftakt der dritten Runde des bundesweiten Städtewettbewerbs „Zukunftsstadt“ im Textilwerk erfahren. Im Laufe etwa eines Jahres soll das Projekt in Abstimmung mit der Stadtverwaltung dann umgesetzt werden.

Seit 2015 nimmt die Stadt Bocholt unter dem Motto „Atmendes Bocholt 2030+“ an dem Wettbewerb teil. In den ersten zwei Phasen wurden Ideen gesammelt und Konzepte für Bürgerbeteiligung ausprobiert. Von 50 Städten in der ersten Phase haben es nur sieben in die dritte Phase geschafft. Für die Umsetzung stehen nun 1,8 Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung.

Diese letzte Phase dauert drei Jahre. Zwei ähnliche Projekte, wie an der Weberstraße sind für die Grünfläche vor dem Kolpinghaus und die Rebenstraße daneben geplant. In der Innenstadt soll zudem ein „Zukunftsbüro“ entstehen, eine Anlaufstelle für Anregungen von Bürgern.

Die Projekte sind als Modell für andere Städte gedacht. „Im Prinzip ist eine neue Form der Gewaltenteilung, die sich hier entwickelt“, sagte Prof. Hans Lietzmann, Leiter des Instituts für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal, das am Prozess beteiligt ist.

Wie Städte durch mehr Bewegung gesünder werden können, war am Samstag auch Thema des Gastredners, dem prominenten Fitness- und Gesundheitsexperten Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Er schlug zum Beispiel spontane Sportangebote für Fußgänger in der Innenstadt vor.

Foto: rue

Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln war ein Gastredner.