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lokal & aktuell

Das Schützenhaus soll ein „BürgerKulturHaus“ werden

Bürgerstiftung will Wünsche für künftige Nutzungen koordinieren

Freitag, 5. Juli 2019 - 11:08 Uhr

von Christiane Schulz

Foto: Bürgerstiftung Bocholt

Die Pläne für das neue „BürgerKulturHaus“ konkretisieren sich.

Die Vorstellung des „BürgerKulturHaus“-Konzeptes mit dem die Bürgerstiftung das ehemalige Schützenhaus wiederbeleben will, beflügelt die Fantasie der Bocholter Vereinsvertreter: Messen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte und Symposien – all das könnte an der Kaiser-Wilhelm-Straße möglich sein. „Es ist erstaunlich, mit welchem Enthusiasmus die Menschen auf uns zukommen“, berichtet der Bürgerstiftungs-Vorsitzende Marcus Suttmeyer.

Daher hat die Bürgerstiftung eine eigene Koordinationsgruppe gegründet, die Vorschläge sammelt und mögliche Nutzungsszenarien erstellt. Aus diesen soll anschließend ein genaues Nutzungsprofil für das Haus erstellt werden. „Der eine benötigt eine bestimmte Technik, ein anderer eine Bühne, ein Parkett oder spezielles Licht. Umso wichtiger ist es, dass wir frühzeitig planen und kalkulieren“, so Marcus Suttmeyer. Er ruft deshalb alle Vereine und Organisationen in der Stadt auf, sich bei ihm zu melden oder am besten gleich Stifter zu werden und damit am Prozess mitzuarbeiten. „Wir haben die Einstiegshürde mit 100 Euro bewusst niedrig gesetzt. Das sollte für keinen Verein ein Problem sein“, so der Bocholter.

Die Nutzungsideen der Vereine sind vielfältig: „Endlich bekommen wir wieder die Chance, Vergleichskämpfe, Meisterschaften oder gar Länderkämpfe auszurichten“, so Martin Anders vom Boxclub ASV Einigkeit Bocholt. Rudolf Souilljee vom Naturschutzbund (Nabu) Borken hat Infoveranstaltungen im Kopf. Monika Ludwig vom Verein Slow Food Bocholt hingegen macht Pläne für eine große „Schnibbeldisco“ und mehr.

„Eine Vogelwelt-Ausstellung in Bocholt wäre mal wieder schön“, meinen die Kanarienzüchter. Andere würden gerne eine überregionale Delegiertenversammlung ins Westmünsterland holen. „Die Werbung für die Stadt wäre enorm. Und auch die Gastronomie und die Hotels würden davon profitieren“, betont Martin Anders.

„Der TSV Bocholt ist Stifter aus Überzeugung. Ein Haus mit einem großen und gut ausgestatteten Veranstaltungssaal kann von unseren Abteilungen einen absoluten Mehrwert bringen. Ich denke da insbesondere an Präsentationen oder Turniere unserer Tanzsportabteilung, der Tanzsportgarde und der rhythmischen Sportgymnastik. Aber auch für andere Abteilungen kann sich das lohnen“, so Thomas Purwin vom TSV Bocholt. Hans Glatz vom Verein „Dochdu Kult & Ko.“ gefallen am Konzept vor allem die Flexibilität der Planungen und das breite Spektrum der Nutzungsmöglichkeiten.