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Das Weberquartier wächst

Neuen Wohnraum auf ehemaligen Industrieflächen geschaffen

Donnerstag, 20. Oktober 2022 - 14:32 Uhr

von Stefanie Himmelberg

Wo früher gewebt und gesponnen wurde, ist heute ist ein attraktives Wohngebiet entstanden: das Weberquartier. 2023 soll der erste Bauabschnitt fertig sein.

© Christian Vosgröne

Ob Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften oder Mehrfamilienhäuser – das neue Weberquartier bietet Menschen aller Altersgruppen und Lebenssituationen ein neues Zuhause. Private Bauherren realisieren hier ihr Traumhaus; Bauträger errichten Mietshäuser.

Nächstes Jahr soll alles fertig sein: Dann werden im neuen Weberquartier in Bocholt rund 400 Wohneinheiten auf 3,5 Hektar entstanden sein, sagt Lutz Wiese vom Bocholter Büro „Nitsche Wiese Architekten“, das für den niederländischen Investor Immo Invest GmbH die Projektentwicklung übernommen hat.

Lebendiges grünes Wohnviertel

Fast 70000 Quadratmeter umfasst das ehemalige Areal der Bocholter Textilindustrie mitten in der Innenstadt, das in mehreren Phasen zu einem neuen, gemischten Wohngebiet entwickelt wird. Im ersten Abschnitt werden rund 35000 Quadratmeter des ehemaligen Messinggeländes zwischen Bocholter Aa und Stadtzentrum in ein lebendiges grünes Wohnviertel verwandelt.

Auf 62 Grundstücken zwischen etwa 300 und ungefähr 1300 Quadratmetern entstehen seit Baubeginn im August 2020 35 Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften sowie 27 Mehrfamilienhäuser mit bis zu fünf Geschossen – für Familien, Singles oder Paare. Viel Grün und Freiraum für das Leben in der Stadt kennzeichnen das Bauvorhaben, das vom Masterplan des Quartiers bis hin zur Ausstattung einzelner Apartments hohen Wert auf Lebensqualität für alle Altersgruppen und Lebenssituationen legt.

Das Weberquartier liegt unmittelbar angrenzend zur Bocholter Innenstadt zwischen Aa und Alter Aa. Schon 2003 hatte der niederländische Investor Immo Invest GmbH das Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei Messing gekauft. Nach dem Abriss der alten Fabrikhallen hatte die Stadt zunächst vorgehabt, das Stauwehr zu versetzen und das Wohngebiet zwischen Aa, Alter Aa und einem neu zu grabenden Bach zu platzieren. „Weber-Insel“ hätte es dann heißen sollen. Doch diese Pläne erwiesen sich als undurchführbar.

Grün soll es im neuen Weberquartier werden: Viele Bäume und Grünflächen sind geplant, auch bei der Gestaltung des zentral gelegenen Weberplatzes. Einen Spielplatz gibt es auch. Die ansprechende Architektur, die zentrale Lage mitten in der Bocholter Innenstadt sowie viele weitere Vorzüge sind der Grund für die große Nachfrage.