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Der Hausarzt entscheidet

Bei Erkältungssymptomen in der Praxis anrufen

Freitag, 20. November 2020 - 12:53 Uhr

von Christian Vosgröne

Das Gesundheitsamt ordnet Coronatests nur noch in bestimmten Situationen an.

© Pixabay

Husten, Schnupfen Heiserkeit: Wer auf Corona getestet wird, entscheidet ab sofort der Hausarzt.

Wer sich einem Coronatest unterziehen möchte, meldet sich dafür beim Hausarzt. Unter www.corona-testpraxis.de informiert die Kassenärztliche Vereinigung, welche in der Nähe ansässigen Praxen Abstriche nehmen. Darauf weist der Kreis Borken angesichts der unverändert hohen Nachfrage jetzt hin. Bei Erkältungssymptomen sollte vorher in der Praxis angerufen werden.

Anhand der vom Robert-Koch-Institut festgelegten Kriterien entscheide der Hausarzt über die Notwendigkeit eines Tests. Das sei etwa bei schweren Symptomen oder gestörtem Geruchs- und Geschmackssinn der Fall. Getestet werden den Angaben zufolge überdies Risikopatienten, Pflege- und medizinische Fachkräfte oder Verdachtsfälle, die Kontakt zu vielen anderen hatten. „Auch wer Symptome zeigt und enge Kontaktperson eines bestätigten Infektionsfalles ist, sollte einen Abstrich machen“, heißt es in der Mitteilung des Kreises Borken. Das gelte genauso für diejenigen, deren Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko anzeige. Alle Kriterien sind unter www.rki.de/covid-19-testkriterien abrufbar. Träfen diese nicht zu, bestünden jedoch Erkältungssymptome, sollten die Betroffenen freiwillig mehrere Tage zu Hause bleiben, so der Kreis.

Wer nach einer mehr als 24-stündigen Reise aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss nach Behördenangaben zehn Tage in Quarantäne bleiben. Betroffene könnten sich frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise vom Hausarzt testen lassen.

Das Kreisgesundheitsamt selbst veranlasse Tests derzeit aus Kapazitätsgründen ausschließlich „zur Klärung besonders sensibler Situationen im Zusammenhang mit positiv Getesteten“, beispielsweise wenn ein enger Familienangehöriger in einem pflegerischen Beruf tätig sei – zudem, um potenzielle Infektionsketten in Schulen, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen zu verfolgen und beim „Übergang in Pflegesituationen“.