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Digitalisierung und Online-Shops

Im Netz auffindbar zu sein wird immer wichtiger. Doch es gibt einiges zu beachten.

Freitag, 5. März 2021 - 17:37 Uhr

von Christiane Schulz

Im Netz auffindbar zu sein wird immer wichtiger. Doch es gibt einiges zu beachten.

© Michael Deutz, Bocholt

Die Juristin und für alle gängigen Förderprogramme, sowie „Go-Digital“, gelistete Unternehmensberaterin Nicole Biermann-Wehmeyer vom überregional tätigen Bocholter Bildungsinstitut Wirtschaft (BIW), informiert im mein StadtKurier über Themen zur Digitalisierung für Unternehmer. Was muss ich bei der Erstellung eines Online-Shops beachten?

„Durch Corona kommen viele Einzelhändler auf uns zu und möchten ganz schnell einen Online-Shop programmiert haben. Das kann man auch zügig umsetzen. Auch gerne mit Fördermitteln. Wichtig ist dennoch, dass man sich vorher über einige wichtige Punkte Gedanken macht. Der Shop soll ja auch Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen! Erfolgreiche Shops sind anwenderfreundlich und gut durchdacht. Sagt Ihnen der Begriff UX Design /UXD, UED, XD) etwas? Es geht um User Experience Design – also um die Erfahrungen der Menschen, die Ihre Website besuchen und nutzen. Unabhängig davon, ob die User vor dem Desktop sitzen oder mobil surfen. Wie schnell bekommen Sie die gesuchten Informationen? Ist das Design angenehm und nicht zu aufdringlich? Es gibt beispielsweise die Möglichkeit, Ihr bereits vorhandenes Logo in ein Portal hochzuladen, um eine passende Farbpalette zu generieren.

Nutzen Sie demnach ein Farbschematool für die optimale Farbharmonie. Das spart viel Zeit und Sie können sich ein ganz persönliches Bild machen. Man geht bei einem Online Shop oder generell bei einer Website von drei wichtigen Farben aus. Das proportionale Verhältnis könnte in etwa folgendermaßen umgesetzt werden: Hauptfarbe 60 Prozent – Sekundärfarbe 30 Prozent – Akzentfarbe zehn Prozent. Die Farbexperimente machen natürlich viel mehr Spaß als das Programmieren der Zahlungsschnittstellen und das Aufsetzen der Datenschutzerklärung mit einem Löschkonzept für die im Online-Shop gespeicherten Daten. Das muss aber auch sein.

Bei der Auswahl der Software spielt die Anbindung an die Warenwirtschaftssysteme eine wichtige Rolle. Unabhängig davon, ob WooCommerce, Shopify oder eine sonstige Software, wägen Sie die Vor- und Nachteile sorgfältig ab. Shopify ist beispielsweise sehr durchdacht, was die Anwenderfreundlichkeit betrifft. Zudem wird diese Software oft genutzt und die User können sich meistens gut orientieren. Die Schnittstellen sind gut vorbereitet. Die persönliche Note fehlt eventuell an der einen oder anderen Stelle. Bedenken Sie bitte auch, dass regelmäßige Updates und Backups erforderlich sind.

Wenn der Laden einmal läuft ist das toll, er benötigt jedoch auch Hege und Pflege. Prüfen Sie bitte nach Updates den Bestellprozess einmal durch, um Ausfälle schnell entdecken zu können. Wenn Sie nach dem Start noch nicht den gewünschten Zulauf bekommen, stecken Sie bitte Energie in die Suchmaschinenoptimierung. Guter Content wird immer wichtiger. Ebenso die Abstimmung auf Sprachassistenten. Der Aufwand lohnt sich langfristig! Rufen Sie mich bei Fragen zu diesen Themen oder zu den Fördermitteln für die Digitalisierungsberatung gerne an.

Ich wünsche Ihnen wie immer viel Erfolg. www.bildungsinstitut-wirtschaft.de. 02871/2395078.

Nicole Biermann-Wehmeyer schult und berät in folgenden Themenbereichen: Digitalisierung, Datenschutz, Compliance, Social Media, Websites, Online -Shops.