Ein durchweg positives Spiel

Unser Spieletester nimmt für Sie wieder Neuheiten der Spielebranche unter die Lupe. Heute „Cascadia“, das „Spiel des Jahres“.

Ein durchweg positives Spiel

Es sind noch sechs Wochen bis zum Weihnachtsfest, da ist es an der Zeit, sich ein paar Gedanken zu den Geschenken für die Lieben zu machen. Dabei möchten wir Sie unterstützen und Ihnen vielleicht die eine oder andere Präsentidee liefern. Hierfür konnten wir erneut unseren Spieletester Burkhard Labusch gewinnen. Er hat sich wieder in der Spielebranche umgesehen und besonders interessante Neuerscheinungen für Sie unter die Lupe genommen. Seine Ergebnisse veröffentlicht er ab heute in mehreren Folgen im „mein StadtKurier“.

Ein Spaß

für Familien

„Das Spiel des Jahres! Alle Jahre wieder wird ein Spiel von einer Spiele-Jury zum ,Spiel des Jahres‘ gewählt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Cascadia, ein Spiel, das in der Natur Nordamerikas beheimatet ist und in dem es darum geht, Landschaften wachsen zu lassen und Tiere anzusiedeln. Und das geht so. Zu Beginn erhält jeder Spielende ein Plättchen als ,Ausgangspunkt‘ für die eigene Landschaft. Mit irgendwas muss man ja anfangen. In der Mitte des Tisches werden dann vier Landschaftsteile aufgedeckt. Dazu ziehen wir aus einem Stoffbeutel ,blind‘ (nicht gucken!) vier Tier-Plättchen, wobei jedes Tier neben ein Land-schaftsplättchen gelegt wird. Der Spieler am Zug darf sich ein Landschaftsplättchen und eine Tierart nehmen – aber: er darf sich nicht ,irgendwas‘ nehmen. Angeboten werden Landschaftsteile und Tierplättchen, so wie sie nebeneinander liegen. Durch das blinde Ziehen muss ich mich oft entscheiden, was mir wichtiger ist: ein zu meinen Landschaften passendes Teil oder ein Plättchen der Tierart, die ich gerade sammle. Beispiel: ich sammle Hirsche und freue mich schon diebisch, als mein Vorgänger einen Hirsch mit einem Steppe-Landschaftsteil aufdeckt. Super! Was macht mein Vorgänger? Klar: er nimmt sich die Kombination selber. Danke, Herr Nachbar! Das klingt ein wenig nach Ärgerspiel, ist es aber nicht. Dann sammle ich eben eine andere Tierart. Wichtig: trotz solcher Situationen bleibt das Spielgefühl positiv. Irgendwas geht immer und ich achte darauf, meine Landschaftsteile so wachsen zu lassen, dass ich gleiche zusammen auslege, denn all das bringt ja Punkte. Und so haben wir ein Spiel vor uns, das durchweg gelungen ist. Die Regeln sind verständlich geschrieben, das Spiel läuft flüssig und ist spannend. Toll auch: neben Varianten für Spielerfahrene gibt es auch eine einfachere Regel für das Spiel mit jüngeren Kindern. Prima!

Fazit: ,Cascadia‘ ist ein sehr schönes Familienspiel für ein bis vier Naturliebhaber ab zehn Jahren. Das sehr gute Familienspiel ist im Kosmos-Verlag erschienen.“

Burkhard Labusch