Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
lokal & aktuell

Ein ganz gewöhnlicher Tag

Europäischer Tag des Notrufs

Dienstag, 11. Februar 2020 - 17:06 Uhr

von Christian Vosgröne

Kreisleitstelle gibt Einblicke hinter die Kulissen – auf Twitter.

Auf dem Twitter-Kanal @akutkreisborken bildete die Kreisleitstelle einen für Feuerwehr und Rettungsdienst „gewöhnlichen Tag“ ab – gefüttert mit etlichen Informationen rund um das Rettungswesen.

Rund 600 Mal klingeln die Telefone bei der Kreisleitstelle am Tag. Allein im vergangenen Jahr rückten die Feuerwehren und Rettungsdienste im Kreis Borken 52 000 Mal aus. Das und vieles mehr rund um die Arbeit im Rettungswesen erfuhren Interessierte bisher am europäischen Tag des Notrufs in den sozialen Medien. Die Kreisleitstelle beteiligte sich am bundesweiten „Twittergewitter“ und startete ein Instagram-Quiz.

„Unsere Mitarbeiter nehmen mit Freude wahr, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird“, zog Kreisleitstellen-Chef Stephan Kruthoff am Nachmittag im Gespräch mit „mein StadtKurier“ mit Blick auf die ersten Resonanzen ein Zwischenfazit.

Neben aktuellen Einsätzen gaben die Einsatzkräfte bekannt, womit sie es Tag für Tag zu tun haben. Sie informierten etwa darüber, wann ein medizinisch motwendiger Krankentransport unter 19222 bestellt und in welchen Fällen der Notruf 112 gewählt werden sollte oder wie die Mitarbeiter Anrufer am Telefon bei der Reanimation unterstützen. Dazu gab es Einblicke in die Arbeit der Koordinatoren, die auf ihren Monitoren sehen können, wo welches Einsatzmittel zur Verfügung steht und in welchem der umliegenden Krankenhäuser noch Kapazitäten frei sind.

Auch die Twitter-Tweets über aktuelle Einsätze stießen auf großes Interesse. Viel zu tun hatten die Retter etwa zur Mittagszeit. Ein kurzes Abbild: Um 12.36 Uhr machten sich ein Rettungswagen (RTW) und ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) auf dem Weg zu einem Bocholter, der über Brustschmerzen klagte. Nur zwei Minuten später folgte der nächste Einsatz in Bocholt – Stichwort: Atemnot. Kurz darauf, um 12.41 Uhr, wurden Einsatzkräfte in Rhede benötigt, weil sich dort jemand eine Beckenverletzung zugezogen haben sollte. Um 12.45 Uhr fuhr ein weiterer Rettungswagen zu einem medizinischen Notfall in Bocholt. Im Kreis Borken liefen zu dieser Zeit insgesamt 22 Einsätze parallel – und das Telefon in der Leitstelle stand weiterhin nicht still.

13.02 Uhr: Wieder ein medizinischer Notfall in Bocholt. Der nächstgelegene Notarzt aus Borken sowie ein Rettungswagen des Roten Kreuzes aus Isselburg, der die Bocholter Wehr zu Spitzenzeiten nach einem sogenannten Grundschutz-Alarm unterstützt, kamen zum Einsatz. „Wir haben eine begrenzte Anzahl an Fahrzeugen zur Verfügung. Manchmal sind alle gleichzeitig belegt, dann werden wir von den anderen Hilfsorganisationen unterstützt. Die Zusammenarbeit im Kreis Borken läuft diesbezüglich sehr gut“, sagt Kruthoff.

Wer die Tweets auf dem Twitterkanal @akutkreisborken verfolgt hat, sollte sich nicht täuschen. „Das ist für uns bisher ein ganz gewöhnlicher Tag“, so der Kreisstellen-Leiter am Nachmittag.