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Eine neue Raumkultur

Bocholter Stadtbibliothek auf Modernisierungskurs

Freitag, 22. Januar 2021 - 15:22 Uhr

von Christian Vosgröne

© Christian Vosgröne

Stellen den modernisierten Eingangsbereich vor: Stadtbibliotheksleiterin Melanie Tenhumberg und Kulturdezernent Thomas Waschki.

„Hell, freundlich, luftig, modern. Da hat man richtig Lust drauf, rein zu gehen“, sagt Bocholts Kulturdezernent Thomas Waschki beim Pressetermin in der Stadtbibliothek an der Hindenburgstraße. Gemeinsam mit Büchereileiterin Melanie Tenhumberg stellte er den Eingangsbereich vor, der im Herbst zum Teil mit Landesmitteln von Grund auf modernisiert worden war.

In der ehemaligen und jetzt mitgenutzten Bahnhofshalle befinden sich mehrere digitale Ausleih- und Rückgabeautomaten, die mit der Büchereikarte bedient werden können. Beim Betreten der Bibliothek blickt der Besucher direkt auf die Bestseller. Das sei ein Wunsch der Kunden gewesen, sagt Tenhumberg. Dahinter liegt der Informationsschalter. Dort, wo früher die Theke stand, findet nun eine gemütliche Leseecke ihren Platz. Nebenan gibt es zwei Rechercheplätze, ein neues Informationssystem mit Touch-Funktion sowie einen Bezahlautomaten, der Bargeld, EC-Karten und Smartphones akzeptiert.

Neben der Technik erlebte auch das in Grün und Weiß gehaltene Mobiliar eine Frischekur. Ein modernes Lichtkonzept, das gemeinsam mit der Gebäudewirtschaft entwickelt worden sei, setzt die Literatur in Szene. Hier sollen künftig auch Veranstaltungen stattfinden können, sagt Waschki. „Wir wollen die Kulturorte langsam, aber sicher zu einem dritten Ort entwickeln“, erklärt der Erste Stadtrat. Damit sei gemeint, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Kultur erlebbar zu machen. Der zweite Punkt sei das Konzept der offenen Bibliothek: die Kunden können dank der Terminals nach dem Lockdown auch sonntags oder abends kommen. „Bibliothek ist nichts Verstaubtes, sondern das ist modern, das ist toll, das ist gut“, so Waschki.

Vor zwei Jahren war bereits die Kinder- und Jugendabteilung im selben Stil renoviert worden, in diesem Jahr sei der Romanbereich an der Reihe, im nächsten Jahr dann die obere Etage, so Tenhumberg.

Die ersten Besucher hätten sich bereits im November von dem Ergebnis beeindruckt gezeigt, sagt Tenhumberg. Derzeit laufe allerdings aufgrund des Lockdowns ein kontaktloses Abhol- und Rückgabeverfahren.