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Endlich zurück auf der Bühne

Opa Rudi wird zum Hochzeitsverhinderer, aber Enkelin Nina findet den Richtigen

Donnerstag, 20. Oktober 2022 - 14:34 Uhr

von Gudrun Schröck

Die Spielschar Mussum ist wieder da: An diesem Sonntag ist Premiere für das neue Stück der Darsteller. Gezeigt wird „De Hochtiedsverhinderer“.

© Gudrun Schröck

Drei Mal hebt sich der Vorhang für das neue Stück der Mussumer Spielschar. Dann ist Spaß garantiert – genauso wie bei den Proben.

Die Proben gehen dem Ende entgegen, die Mussumer Spielschar schaut gespannt auf die Premiere ihres neuen Stücks „De Hochtiedsverhinderer“ an diesem Sonntag, 23. Oktober, 19 Uhr in der Aula der Städtischen Gesamtschule in Bocholt. Die Akteure können es kaum erwarten, wieder auf der Bühne zu stehen. „Wir hoffen, dass unsere Zuschauer uns nicht vergessen haben“, wünschen sie sich und blicken mit Vorfreude auf die beiden nächsten Wochenenden. „Wir wollten in diesen nicht besonders lustigen Zeiten ein Stück aussuchen, bei dem man lachen muss“, sagte Spielleiter Josef Benning bei einer der Proben.

Gelacht habe er schon beim Probelesen der Komödie in drei Akten von Walter G. Pfaus, erklärte er schmunzelnd. Dann erzählt er davon, was sich ein besorgter, aber gewitzter Opa (Thomas Boland) alles einfallen lässt, um seine Enkeltochter Nina (Mareike Kruse) vor einer schlimmen Torheit zu bewahren. Denn sie besteht darauf, zu heiraten – seiner Meinung nach den Falschen. Mit Ermittler-Gespür versucht Opa Rudi so manches zu erfahren. Sogar den Senilen spielt er, aber die Enkelin ist blind vor Liebe und Mutter Rose (Marie Loskamp) beschäftigt sich mit Gästelisten und Kleidern für die Hochzeit. Inzwischen findet Opa Unterstützer und sein Plan steht fest: Er will die Hochzeit verhindern, indem er den zukünftigen Bräutigam (Florian Loskamp) entlarvt. Sohn Bodo (Olaf Schmeing) muss ihn dabei mit der Kamera unterstützen und wichtige Dinge festhalten. Die Freunde der Braut, Niklas (Markus Bollwerk) und Anja (Melissa Flaßwinkel), sind angehalten, ein Liebespaar zu spielen. Die Familie wundert sich über die Aktivitäten des alten Mannes, und staunt nicht schlecht, als sie merkt, dass er gar nicht senil, sondern pfiffig ist. Und Nina erkennt endlich, wer der richtige Bräutigam für sie ist.

Mit viel Humor kommt nach zweijähriger Coronapause ein Schwank auf die Bühne, der einen wirklich heiteren Abend verspricht. „Lassen Sie sich den tricksenden Opa und seine Familie nicht entgehen“, sagt die Spielschar Mussum und wünscht „völl Vergnögen“.

Nach der Premiere am Sonntag, 23. Oktober, hebt sich der Vorhang zwei weitere Male: am Samstag, 29. Oktober, 20 Uhr und Snntag, 30. Oktober, 19 Uhr.

Die Spielschar Mussum

Bis 1949 blickt Spielleiter Josef Benning zurück, wenn er sich an die Gründung der Spielschar Mussum erinnert. Damals spielte die Gruppe in der Mussumer Mühle. Auch im Kolpinghaus präsentierten die Laienschauspieler ihre Stücke. Dann traten sie 40 Jahre im Städtischen Bühnenhaus auf. Jetzt freut sich Benning auf die Aufführungen in der Gesamtschule. Viele Helfer unterstützen den Verein seit Jahren. Das älteste Mitglied, Maria Schmeink, ist 84 Jahre alt. Auch die Jugend spielt gerne mit. Mit 18 Jahren ist Melissa Flaßwinkel die jüngste Akteurin.