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Erkältung trifft Magen-Darm

Arztpraxen und Apotheken voll

Freitag, 24. Januar 2020 - 15:13 Uhr

von Christian Vosgröne

Krankheitswelle schwappt vor allem durch die Grundschulen.

© Christian Vosgröne

Matthias Funke von der Wilhelm-Busch-Apotheke hat es in diesen Tagen häufig mit Magen-Darm-Infektionen zu tun.

Die Erkältung ist gerade erst überstanden, doch schon bald darauf meldet sich das Magengrummeln. Ein Blick in die vollen Wartezimmer der Hausärzte und in die Apotheken lässt erahnen: So ergeht es derzeit vielen Bocholtern. Vor allem Grundschulkinder seien betroffen, schildert der Pharmazeut Matthias Funke seine Beobachtungen. Das bestätigt auch eine stichprobenartige „mein StadtKurier“-Umfrage.

Krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen: Diese Symptome machen momentan nicht selten nach einer bereits durchgemachten Erkältung oder anderen Erkrankung die Runde. „Bei der Krankheitsbekämpfung hat der Körper seine Reserven aufgebraucht, dann wird eine Zweitinfektion wahrscheinlicher“, sagt Funke. Der ideale Nährboden also für die kursierenden Magen-Darm-Erreger.

Darmflora aufbauen

Wer sich angesteckt hat, dem rät der Apotheker, seine Darmflora mit speziellen Aufbaumitteln wieder in Schwung zu bringen, damit das geschwächte Immunsystem gestärkt wird. „Bei Akutkrämpfen haben sich pflanzliche Tropfen bewährt“, so Funke weiter. Wichtig sei es zudem, für Flüssigkeits-, Zucker- und Mineralstoffersatz zu sorgen – vor allem bei dünnflüssigem Stuhl. Gerade bei Kindern stelle sich rasch ein Mineralienmangel ein, erklärt der Pharmazeut.

Cola eher ungeeignet

„Abstand nehmen sollte man von den alten Hausmitteln Cola und Salzstangen. Die Idee, Mineralien zuzuführen ist zwar gut, aber die Kohlensäure reizt den Magen zu sehr. Man müsste diese herausschütteln und die Cola lauwarm trinken“, so Funke, für den das Erfrischungsgetränk dadurch ungenießbar wäre. Als Alternative empfiehlt er Fertigpräparate und wenig gesüßten Tee.

„Die gute, alte Hühnersuppe“

Stellt sich langsam Ruhe im Magen-Darm-Trakt ein, kommt der Appetit. Hier empfiehlt der Experte zunächst kleine und wenige Mahlzeiten. „Das leckere, frische Brot sollte man vermeiden und auf ein altbackenes Brot oder Zwieback zurückgreifen. Dazu Tee und mal eine gequetschte Banane. Auch die gute, alte Hühnersuppe ist nicht verkehrt.“

© Pixabay