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Keine Quarantäne für geimpfte Eltern

Wenn das Kind sich mit dem Coronavirus infiziert

Donnerstag, 26. August 2021 - 11:30 Uhr

von Christian Vosgröne

Eltern, deren Schul- oder Kita-Kinder sich mit dem Coronavirus infiziert haben, stehen vor vielen Fragen. Das Kind bleibt in der Regel 14 Tage ab dem Zeitpunkt des ersten positiven Tests zu Hause und darf keinen Besuch empfangen. Dasselbe gilt für enge Kontaktpersonen, wozu Eltern und Haushaltsangehörige zählen. Doch was, wenn sie geimpft oder genesen sind?

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Dafür gebe es eine Ausnahme, wie das Kreisgesundheitsamt auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Für enge Kontaktpersonen, die vollständig geimpft sind oder als genesen gelten, besteht demnach keine Quarantänepflicht. Es sei denn, sie werden selbst positiv auf das Coronavirus getestet. „Wenn eine vollständig geimpfte Person positiv ist, kann sie nach fünf Tagen einen erneuten Test machen. Ist dieser negativ und sie selbst symptomfrei, dann kann die Quarantäne vorzeitig beendet werden“, so das Kreisgesundheitsamt.

Allerdings: Vollständig geimpfte Kontaktpersonen seien nicht dazu verpflichtet, sich testen zu lassen. „Wenn sie aber unmittelbaren Kontakt zu einer infizierten Person hatten, dann empfiehlt unser Gesundheitsamt einen Test trotz Impfung, da es ja gelegentlich auch Infektionen bei Geimpften gibt“, erklärt die Behörde.

Fällt ein Schnelltest positiv aus, geht es sofort nach Hause – und zum PCR-Test. Fällt der ebenfalls positiv aus, so schreibt die Landesverordnung vor, dass der Infizierte alle Haushaltsangehörigen und engen Kontaktpersonen selbstständig informiert. Die wiederum müssen sich sofort und eigenständig in Quarantäne begeben, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind, so die Behörde weiter. „Sie müssen das dann direkt tun und nicht auf den Anruf des Gesundheitsamtes warten.“