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Kinder im Notfall besser versorgen

Kreis Borken und Stadt Bocholt investieren 220 000 Euro in Kindernotfallkoffer

Freitag, 19. Februar 2021 - 10:52 Uhr

von Stefanie Himmelberg

Rettungskräfte im Kreis Borken können ab sofort einen neuen Kindernotfallkoffer nutzen, ein so genanntes Paed-Kit.

© Kreis Borken

„Damit verbessern wir im Rettungsdienst die Versorgung von Kindernotfällen maßgeblich“, freut sich Landrat Dr. Kai Zwicker. Hanjo Groetschel, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Borken, ergänzt: „Wir sind froh, dass wir jetzt kreisweit diese Notfallkoffer haben. Mit diesen Koffern führen wir auch ein auf neusten Erkenntnissen basiertes System der Versorgung von Kindernotfällen ein.“ Das erleichtere die Arbeit in einem Notfall erheblich. Im Team sollen jetzt mit dem neuen Equipment die glücklicherweise seltenen Notfälle intensiv trainiert werden. Dazu erhalten alle Rettungsdienst-Mitarbeiter im Rahmen ihrer jährlichen Fortbildung einen zertifizierten EPC-Kurs. EPC ist die Abkürzung für „Emergency pediatric care“. Das bedeutet übersetzt pädiatrische, also kindliche Notfallversorgung. Geschult werden alle Kräfte, die an der Versorgung von pädiatrischen Notfallpatienten bis zum Eintreffen im Krankenhaus beteiligt sind: Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und Notärzte.

31 Paed-Kits (inklusive drei Koffern für die Trainings) haben der Kreis Borken und die Stadt Bocholt für ihre Rettungs- und Notarztwagen angeschafft. Die Kosten für Koffer und Schulungen belaufen sich auf circa 220000 Euro.

© Kreis Borken

Die Verantwortlichen freuen sich über die neuen Kindernotfallkoffer.