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lokal & aktuell

„Kleine städtebauliche Perle“

Urbanes Wohnprojekt „Ostwall-Terrassen“ soll Ende 2020 fertiggestellt sein

Freitag, 31. August 2018 - 14:06 Uhr

von von Christian Vosgröne

86 Wohnungen, ein Rewe-Markt und jede Menge Serviceangebote sind geplant.

Foto: Christian Vosgröne

Trafen sich zum symbolischen ersten Spatenstich in der Baugrube: (von links) Architekt Heinz Fischer, Technischer Leiter Ulrich Schulte, Bürgermeister Peter Nebelo , Generalunternehmer Harfid Hadrovic M. Sc., Gerd Veit, Bauleiter der Firma Harfid, Stadtbaurat Daniel Zöhler, Andreas Hüls von Hüls Baukonzepte und Markus Breit, Leiter Projektentwicklung der Firma Harfid.

Die Firma Hüls Baukonzepte läutet in Bocholt die Ära der Multifunktionalität ein: Mit den Ostwall-Terrassen zwischen Friedrich-Wilhelm-Straße und Augustastraße wird laut deren Chef Andreas Hüls bis Ende 2020 ein zukunftsweisendes, urbanes Wohnprojekt realisiert. „2006 hat Ikea einen Slogan entwickelt: Wohnst du noch oder lebst du schon? Sie wissen gar nicht, wie weit sie der Zeit schon voraus waren. Die Bedürfnisse der Menschen haben sich drastisch verändert“, erklärte Hüls den zum symbolischen ersten Spatenstich geladenen Gästen am Donnerstagvormittag.

Bürgermeister Peter Nebelo erinnerte in seiner Ansprache an die Digitalisierung und den demografischen Wandel als Ursache für aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. „Auch wir in Bocholt müssen das erkennen und darauf reagieren. Ziel ist es, die immer weiter fortschreitende Anonymisierung und Vereinsamung der Menschen zu vermeiden“, erklärte das Stadtoberhaupt.


Aus Wohnraum wird Lebensraum

Der imposante und Gebäudekomplex umfasst eine Tiefgarage, einen 2400 Quadratmeter großen Rewe-Markt, der spätestens im Herbst 2020 eröffnet werden soll, vier separate Wohnhäuser auf dessen Dach und insgesamt rund 170 Autostellplätze. „Freundliche, einladende Architektur und mediterranes Flair schaffen hier 86 Wohnungen, eine Tagespflege und betreutes Wohnen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Baukonzepte Hüls.

Neben vielen Möglichkeiten der Begegnung auf allen Ebenen sei ein breit gefächertes Serviceangebot geplant, wie etwa eine Lobby, Lounge-Bereiche, eine Event-Küche, Fahrradverleih, Paketannahme oder Car-Sharing. „Entstehen wird hier ein Quartier im Sinne des Mehrgenerationenwohnens. Aus städtebaulicher Sicht wird man in Zukunft sicherlich von einer kleinen städtebaulichen Perle sprechen können“, so Nebelo.

Im Frühjahr 2020 will Baukonzepte Hüls die Wohnungen zur Miete anbieten. Bezugsfertig sollen sie gegen Ende jenes Jahres sein.

Foto: Hüls-Baukonzepte

Die Ostwall-Terrassen sollen städtebaulich mit ihren teilweise runden und geschwungenen Formen die Lücke zwischen der Friedrich-Wilhelm-Straße und der Augustastraße elegant schließen.