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lokal & aktuell

Leben in der DDR

Vor 30 Jahren fiel die Mauer

Dienstag, 1. Oktober 2019 - 15:38 Uhr

von Christian Vosgröne

Eine Plakatausstellung im Medienzentrum an der Hindenburgstraße erinnert bis zum 23. November an das geteilte Deutschland.

© Harald Hauswald

Die Ausstellung zeigt Alltagsszenen aus der DDR.

Einsame alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans: Als Harald Hauswald in den 1980er-Jahren mit seinem Fotoapparat durch den Osten Berlins zog, fing er vor allem kleine Alltagsszenen ein, denen kaum ein anderer Fotograf Beachtung schenkte. Heute ziehen seine in der Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ versammelten Werke viele interessierte Blicke auf sich.

Bis zum 23. November sind die mit Texten von dem Historiker Stefan Wolle versehenen Plakate in der Eingangshalle der Stadtbibliothek an der Hindenburgstraße zu sehen. Herausgeber der Bilderreise sind die Ostkreuz-Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

„Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern“, heißt es in der Ankündigung. QR-Codes an den Ausstellungstafeln führen zu Videointerviews, in denen der Fotograf die Geschichte hinter des jeweiligen Fotos erzählt.

Zum Abschluss der Ausstellung lädt die VHS Bocholt-Rhede-Isselburg am Donnerstag, 21. November, um 19.30 Uhr zu einem Vortrag, der den Mauerfall vor 30 Jahren thematisiert, ein.

28 Jahre stand die Mauer und teilte Deutschland. Der 9. November 1989 war der Tag der Wende, ein Ereignis, das damals kaum jemand für möglich gehalten hat. Darum feiern wir auch 30 Jahre nach dem Mauerfall die Deutsche Einheit am 3. Oktober.