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Mini-Rummel statt Kirmes

Seit Donnerstag auf dem St.-Georg-Platz

Freitag, 16. Oktober 2020 - 16:35 Uhr

von Daniel Büsken

Kinderkarussell, Entenangeln,Ballwerfen, Mandeln, Crepes.

© Alexandra Knop

Bürgermeister Peter Nebelo (Mitte) eröffnet mit dem Bocholter Stadtmarketing, dem Bocholter Schaustellerverein und einem kirchlichen Vertreter von St. Georg den Mini-Rummel in Bocholt.

Der Duft von gebrannten Mandeln und Crêpes zieht über den St.-Georg-Platz, ein Kinderkarussell dreht sich und Spielbuden laden zum Ballwerfen und Entenangeln ein. Dank Schaustellerverein und Stadtmarketing muss Bocholt trotz Corona nicht gänzlich auf Kirmesfreuden verzichten.

Eine Portion Lebensfreude

Denn nach „Bocholt hoch hinaus!“ Anfang September haben sich der Bocholter Schaustellerverein und das Stadtmarketing entschlossen, erneut eine „ganz kleine Erinnerung“ an das größte Volksfest im Münsterland zu organisieren. Ein noch kleineres Angebot in Corona-Zeiten in der Bocholter City als vor fünf Wochen. Mit Abstandsregeln und Hygieneschutz und vor allem mit einer Portion Lebensfreude.

Stadtmarketing Bocholt bietet wie bereits angekündigt den Besuchern der Bocholter Innenstadt die Möglichkeit, „mal raus zu gehen“ und etwas zu erleben. Der Mini-Rummel bedeutet, dass am St.-Georg-Platz ein Kinderkarussell und einige Buden mit weitem Abstand zueinander aufgebaut werden. Der Bocholter Schaustellerverein hat die sechs Standplätze unter seinen Mitgliedern verlost – das Interesse zur Teilnahme war natürlich groß.

„Im kirmesverrückten Bocholt nimmt jeder Schausteller gern an einer Aktion teil – erst recht in diesen schweren Coronazeiten,“ erläutert Philip Traber, Vorsitzender des Bocholter Schaustellervereins.

Die gesamte Aktion begann bereits am gestrigen Donnerstag, 15. Oktober, um 12 Uhr. Am heutigen Freitag, 16. Oktober, startete der Mini-Rummel ebenfalls um 12 Uhr. Um 15 Uhr gab es dann auf dem St.-Georg-Platz eine „symbolische und inoffizielle Kirmeseröffnung“ vor der historischen Kirmesorgel der Familie Arens und einen „symbolischen Fassanstich“ ohne geladene Gäste. „Ich wollte das eigentlich gar nicht, aber die Schausteller haben um diese Geste, um diese Tradition gebeten – also machen wir das,“ erklärt Ludger Dieckhues, Geschäftsführer bei Stadtmarketing Bocholt.

„Leider ohne Gäste und nicht im Festzelt, aber freundlicherweise kommt unser Bürgermeister Peter Nebelo und ein Vertreter der Ur-Pfarre St.-Georg, sodass wir symbolisch einmal auf unsere Bocholter Kirmes anstoßen und an Kirchweih erinnern können – in der Hoffnung, 2021 wieder normal zu feiern,“ ergänzt Dieckhues.

Zeitgleich zur symbolischen Erinnerungs-Eröffnung haben Vertreter der Volksbank Bocholt –sonst Ausrichter des Seniorennachmittags auf der Bocholter Kirmes- in den sechs stationären Bocholter Seniorenheimen über 600 Stücke Kuchen und zahlreiche kleine Kirmesherzen verteilt.

„Nachmittag für Senioren to go“

„Ein Seniorennachmittag to go“ , scherzt Bernd Kleine-Rüschkamp von der Volksbank. „Einfach machen, die älteren Leute werden sich freuen, wenn es schon keinen Seniorennachmittag auf dem Rummel geben kann.“

Am morgigen Samstag, 17. Oktober, startet der Mini-Rummel schon ab 10 Uhr und am Sonntag, 18. Oktober, erneut ab 12 Uhr. Schluss ist jeweils um circa 20 Uhr.

Folgende Schausteller sind mit dabei: Entenangeln, Arno Zahn; Crepes und Waffeln, Birgit Eul; Kinderkarussell, William Bruch; Ballwerfen, Sascha Bossle; Mandelwagen/Süsswaren Jeffrey Arens.

Auf dem gesamten „Kirmesplatz“ herrscht Maskenpflicht und die AHA-Regeln sind insgesamt einzuhalten.

© Alexandra Knop

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