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lokal & aktuell

Miteinander füreinander

Anträge für „Nachbarn in Not“ liegen aus

Dienstag, 22. Oktober 2019 - 14:23 Uhr

von Christian Vosgröne

Hilfsaktion unterstützt notleidende Familien im BBV-Verbreitungsgebiet.

© Sven Betz

Einige der ehrenamtlichen Helfer haben sich im Vorfeld getroffen und mit dem Leiter des Fachbereichs Soziales der Stadt Bocholt, Dominik Hanning (hinten links), über aktuelle soziale Themen zu sprechen.

Krankheit, Arbeitslosigkeit, Altersarmut, Todesfall: Wenn das Schicksal zuschlägt, resultiert daraus oftmals eine finanzielle Notlage, von der nicht selten ganze Familien betroffen sind. Gefragt ist in diesen Fällen schnelle und unbürokratische Hilfe – gerade in der Weihnachtszeit. Die kommt von der Hilfsinitiative „Nachbarn in Not“.

Anträge beim BBV und bei den Kirchen

In den Pfarrbüros der Kirchengemeinden im BBV-Verbreitungsgebiet sowie in den BBV-Geschäftsstellen in Bocholt und Rhede liegen ab sofort wieder Anträge für Hilfsbedürftige aus. Wer sein Formular bis zum Weihnachtsfest bearbeitet wissen möchte, sollte es bis zum 30. November einreichen, sagt BBV-Verleger Jörg Terheyden.

„Nachbarn in Not“ feierte seine Geburtsstunde 1986. Seither sammeln die Initiatoren, das Lions-Hilfswerk und das Bocholter-Borkener Volksblatt, Spenden bei Zeitungslesern und örtlichen Unternehmen. „Wir wollen damit die verschämten Armen aus Bocholt, Rhede, Isselburg und Hamminkeln unterstützen“, so Jörg Terheyden. Gemeint sei etwa der Vater, der nach Arbeitslosigkeit einen Neuanfang starte und dafür auf eine einmalige Finanzspritze angewiesen sei. Auch Familien, die beispielsweise durch die Erkrankung oder den Tod eines Elternteils plötzlich vor einer neuen, schwierigen Situation stünden, werde unter die Arme gegriffen.

In diesem Jahr geht „Nachbarn in Not“ in die 34. Runde. Bisher kamen dabei rund 1,65 Millionen Euro zusammen. Allein 2018 spendeten Leser und Firmen mehr als 68 300 Euro.

Rund 1,65 Millionen

Euro in 33 Jahren

Der aktuelle Spendenstand liegt bei 34 900 Euro. „Ohne das ehrenamtliche Engagement der Helfer im Hintergrund wäre das alles nicht möglich gewesen“, sagt Jörg Terheyden.

Über die Spendenverteilung entscheidet ein ehrenamtlich agierendes Gremium. Es setzt sich zusammen aus den Vorstandsmitgliedern des Lions-Hilfswerkes Manfred Rickert, Walter Grimhardt und Karl-Heinz Bollmann sowie Margret Brücks (Liebfrauen), Ana Finkenberg und Ruth Tepaße (St. Georg), Marita Degeling (Ss. Ewaldi), Birgit Menslage-Blum (Diakonie) und Jörg Terheyden (BBV Mediengruppe).

Die Initiatoren von „Nachbarn in Not“ bedanken sich bei allen Spendern und freuen sich weiterhin über jeden gesammelten Euro. Wer die Hilfsaktion unterstützen möchte, überweist seinen Wunschbetrag auf das unten angegebene Spendenkonto. Das Geld komme eins zu eins bei den Bedürftigen an, versichert Jörg Terheyden.