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„Ostern fällt nicht aus“

Seine erste Osterpredigt hat Pfarrer Andreas Hagemann schon gehalten – zum Nachlesen und Anhören an den Feiertagen. Andachten für zu Hause gibt es auch.

Freitag, 26. März 2021 - 16:28 Uhr

von Stefanie Himmelberg

Seine erste Osterpredigt hat Pfarrer Andreas Hagemann schon gehalten – zum Nachlesen und Anhören an den Feiertagen. Andachten für zu Hause gibt es auch.

© Christian Vosgröne

Jeder solle für sich seinen ganz eigenen Weg finden, in diesem Jahr Ostern „mit Würde und Feierlichkeit“ zu begehen wünscht sich Pfarrer Andreas Hagemann.

In diesen ungewissen Tagen eine Aussage dazu zu treffen, wie die Kirchen Ostern feiern, ist nicht leicht. Andreas Hagemann, Pfarrer von St. Josef in Bocholt, wagt es Ende dieser Woche trotzdem: Er und sein Seelsorgeteam halten an Präsenzgottesdiensten fest – und bereiten gleichzeitig ein vielfältiges Angebot für all diejenigen vor, die lieber nicht in Alles ist anders,

es bleibt spannend, die Kirche kommen wollen. Seine erste Osterpredigt hat Hagemann deshalb schon gehalten – zum Nachlesen und Anhören an den Feiertagen. „Ostern bleibt spannend“, sagt er. „Alles ist anders, aber Ostern fällt nicht aus.“

Karfreitag und Ostersonntag – der Tag der Kreuzigung beziehungsweise der Wiederauferstehung von Jesus Christus – sind die höchsten christlichen Feiertage. Und ausgerechnet diese stehen einmal mehr ganz im Zeichen des Lockdowns. Im vergangenen Jahr schon mussten die Gotteshäuser leer bleiben. Gottesdienste fielen aus, damit auch die Kirchen ihren Teil zur Eindämmung der Pandemie leisten. Statt voller Kirchen zu Ostern gab es vielerorts Live-Übertragungen, digitale Feiern und Anregungen zu Hausgottesdiensten. Anfang dieser Woche dann die Bitte von Bund und Ländern, „religiöse Versammlungen (...) nur virtuell durchzuführen“. Der Appell kam überraschend, auch für Pfarrer Hagemann.

Natürlich müsse man die Gesundheit der Menschen und die steigenden Infektionszahlen aufmerksam im Blick behalten, sagt er. Und auch die Menschen selbst seien ja sehr vorsichtig, hat er beobachtet. Die Zahl der Anmeldungen für die Präsenzgottesdienste sei bisher überschaubar. „Kurz und knackig“ sollen die Feiern zu Ostern in seiner Pfarrgemeinde ausfallen, zu der die drei Kirchen St. Josef, Maria Trösterin und Ss. Ewaldi sowie das Schönstattkapellchen gehören. Auf die traditionelle Fußwaschung am Gründonnerstag wird dieses Jahr verzichtet. Auch die Kreuzwege fallen aus.

Stattdessen gibt es kreative Angebote für Familien, Videoimpulse unter anderem von Pantomime Christoph Gilsbach, der bereits im Rahmen der Aktion „Leere Kirche“ rund um die Renovierung der Josefskirche dabei war. Hausandachten liegen aus und sind online abrufbar. Jeder solle für sich seinen ganz eigenen Weg finden, Ostern „mit Würde und Feierlichkeit“ zu begehen, so Hagemann. -