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Wählen gehen lohnt sich

Am Sonntag, 13. September, haben Bürger die Wahl

Freitag, 11. September 2020 - 14:36 Uhr

von von Christian Vosgröne

Jeder kann mit seiner Stimme das gesellschaftliche Leben in der Heimat beeinflussen.

© Stadt Bocholt

In Bocholt öffnet für Politikinteressierte am Sonntag ab 17.30 Uhr ein öffentliches Wahlstudio in der Mensa am Benölkenplatz seine Pforten. Dort werden alle Ergebnisse gezeigt. Coronabedingt ist die Teilnehmerzahl auf 130 begrenzt.

Es geht um Schulen und Kindergärten, Freizeitangebote und Bäume, neue Wohnsiedlungen und Straßen: Was Kommunalpolitiker entscheiden, wirkt sich direkt auf das Leben in den Städten und Kreisen aus. Wer mitbestimmen möchte, welche politischen Themen in den Kommunen in den nächsten fünf Jahren angefasst werden, gibt am Sonntag, 13. September, seine Stimme ab.

Die Wähler entscheiden, welche Parteien und Kandidaten mit ihren Ideen für eine lebenswerte Region in die Stadträte und den Kreistag einziehen und wer die Geschicke der Verwaltungen lenken wird.

Wer von seinem im Grundgesetz festgeschriebenen Wahlrecht Gebrauch macht, schützt die Demokratie. Möglich ist das bei der Kommunalwahl ab einem Alter von 16 Jahren. Die Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr. Es wird darum gebeten, den Hygieneschutz einzuhalten und einen eigenen Kugelschreiber mitzubringen.

Wie viele Wahlformulare man von den Helfern in die Hand gedrückt bekommt, hängt von der jeweiligen Kommune ab. In Bocholt, Rhede und Hamminkeln setzen die Wähler vier Kreuze. Sie wählen einen Bürgermeister- und Landratskandidaten sowie Vertreter für Stadtrat und Kreistag. Diese vom Bürgermeister beziehungsweise Landrat geleiteten kommunalen Parlamente entscheiden künftig etwa über Ausgaben für Stadtentwicklungsprojekte oder die Höhe der Grundsteuer. In Isselburg nehmen die Einwohner nur drei Wahlscheine entgegen. Dort bleibt der außerplanmäßig 2018 gewählte Michael Carbanje noch bis zur folgenden Kommunalwahl im Jahr 2025 auf dem Chefsessel im Rathaus sitzen. Der Grund: 2011 war der damalige Bürgermeister Adolf Radstaak während seiner Amtszeit gestorben. Seitdem fanden Stadtrats- und Bürgermeisterwahl getrennt voneinander statt. Das ändert sich erst 2025. Künftig wird landesweit alle fünf Jahre zur Kommunalwahl aufgerufen.

Auch der Integrationsrat wird gewählt

Auch die Integrationsräte in den nordrhein-westfälischen Kommunen werden am Sonntag, 13. September, gewählt. Wahlberechtigt sind Ausländer ab 16 Jahren, die seit mindestens einem Jahr in Deutschland leben sowie eingebürgerte Migranten und deren Kinder. Die Fachgremien gestalten die Integrationspolitik in den Städten. Relevante Themen sind Chancengerechtigkeit im Bereich Bildung, Arbeit und Ausbildung sowie Schutz vor Diskriminierung und Rassismus.