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Wenn die Kinder im Zuge des Zuges verloren gehen . . .

Die Notinseln bieten auch am Tag des St. Martinszugs Zuflucht an

Donnerstag, 31. Oktober 2019 - 14:12 Uhr

von Christiane Schulz

Am Mittwoch, 6. November, ist Martinszug in Bocholt. Eine Veranstaltung, zu der Tausende Kinder in der Innenstadt unterwegs sind. Da kann man den Nachwuchs schon mal aus den Augen verlieren. Dann sind Notinseln sichere Anlaufstellen.

© Sven Betz

Beim Bocholter Martinszug sind am Mittwoch, 6. November ab 17.15 Uhr, Tausende Mädchen und Jungen mit ihren Laternen in der Innenstadt unterwegs.

Es ist in jedem Jahr ein beeindruckendes Meer aus Lichtern, das sich beim Martinszug durch die Bocholter Innenstadt schlängelt. Rund 3000 Mädchen und Jungen ziehen mit ihren Laternen und Runkeln singend durch die Stadt. Angeführt werden sie vom St. Martin auf seinem Schimmel. Die Straßen sind derweil gesäumt von Schaulustigen und den Familien der teilnehmenden Kinder. Wenn am Schluss des Zuges, zur Ausgabe der Martinstüten, alle vor dem Historischen Rathaus zusammenkommen und die Eltern versuchen, ihren Nachwuchs zu finden, kann es schon einmal unübersichtlich werden. Von einer Sekunde auf die nächste sind die Kinder in dem Gewusel aus Tausenden Lichtern aus dem Blickfeld verschwunden.

Jetzt gilt es, nicht in Panik zu verfallen, sondern ruhig zu bleiben. Denn Hilfe für Groß und vor allem für die Kleinen ist näher als mancher denkt: Die Notinsel-Parner sind auch bei Großveranstaltungen ideale Anlaufpunkte für die Kinder.

An über 190 Türen im Bocholter Stadtgebiet weisen Notinsel-Aufkleber darauf hin, dass Kindern dort geholfen wird. Diese Notinseln sind Geschäfte, Unternehmen und Institutionen, die Kinder aufsuchen können, wenn sie Hilfe brauchen. Das Personal in den Notinseln ist daraufhin geschult, was in solchen Fällen getan werden kann.

Die Hilfsbereitschaft ist für die meisten Geschäftsleute in Bocholt auch in brenzligen Situationen selbstverständlich. Das ist nicht nur für Kinder sehr beruhigend, sondern auch für Erwachsene, die diese Hilfe ebenfalls gerne nutzen.

Wie wird man Notinsel?

Wie wird man Notinsel? Um vom Bündnis für Familie in Bocholt als Notinsel zertifiziert zu werden, sollten die Geschäftsräume im Erdgeschoss liegen und leicht zu erreichen sein.

Außerdem müssen mindestens zwei Personen anwesend sein. Eine weitere Voraussetzung ist die Teilnahme an der Notinsel-Schulung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Fragen dazu beantwortet Rita Telohe unter 02871/953339, per E-Mail rita.telohe@mail.bocholt.de.

Übrigens gibt es Notinseln in ganz vielen Städten und Orten der Bundesrepublik – sie leisten also sogar dann Hilfe, wenn das Kind woanders als in der Heimatstadt unterwegs ist.

Hier wird den Kindern geholfen.