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lokal & aktuell

Zusammenleben in Bocholt-Ost

Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 4. April

Freitag, 29. März 2019 - 12:03 Uhr

von Christian Vosgröne

Mehrere Institutionen wollen die Menschen im Bocholter Osten enger miteinander vernetzen.

Foto: Christiane Schulz

Ende 2017 hat der Caritasverband im Bocholter Osten mit der Quartiersentwicklung begonnen: Im Fokus stand das Wohnprojekt an der Münsterstraße 23. Den dortigen Begegnungsraum können die Interessengruppen für ihre regelmäßigen Treffen nutzen.

Das Netzwerk Bocholt-Ost lädt alle rund um die Münsterstraße lebenden Bürger am kommenden Donnerstag, 4. April, zu einem Treffen ein, bei dem sie ihre Wünsche und Ideen für das Zusammenleben in ihrem Viertel äußern oder sich einfach nur inspirieren lassen können. Die Auftaktveranstaltung in der Clemens-Dülmer-Schule an der Stresemannstraße 1 beginnt um 18 Uhr.


Gemeinsam Ideen verwirklichen

Das Angebot steht unter dem Titel „Nachbarschaft neu gedacht“ und richtet sich nach Angaben der Initiatoren an Bewohner jeden Alters und Kulturkreises im Osten der Stadt. Ziel sei es, aus den Vorschlägen heraus Interessensgruppen zu bilden, die sich im Nachgang regelmäßig treffen, so der Caritasverband für das Dekanat Bocholt. „Miteinander wird überlegt, wie sich die Ideen umsetzen lassen. So begegnen sich Menschen mit gleichen Interessen und verbringen ihre Zeit gemeinsam. All das geschieht in einem selbstbestimmten und selbst organisierten Umfeld. Es gibt keine Anwesenheitspflicht“, berichtet Manuel Loeker, der sich bei der Caritas für die Quartiersentwicklung verantwortlich zeigt.

Eine Mitgliedschaft oder gar eine Gebühr gebe es nicht. Vielmehr gehe es darum, Menschen zusammenzubringen, die beispielsweise nach dem Auszug der Kinder, dem Fortziehen von Freunden oder Angehörigen, dem eigenen Umzug oder dem Eintritt in den Ruhestand neue Beschäftigungen suchten.

Egal ob Sport, Spiel, Kunst, Kultur, Gesundheit, Bildung oder Reisen betreffend: Keine Idee für das nachbarschaftliche Zusammenleben sei zu klein oder zu groß, so Manuel Loeker. So könnten sich Bewohner sowohl für gemeinsame Radtouren zusammentun als auch für größere Projekte wie die Umgestaltung des Viertels.

Initiatoren des Netzwerks Bocholt-Ost sind der Caritasverband für das Dekanat Bocholt, die Clemens-Dülmer-Schule, die evangelische Kirchengemeinde Christuskirche, die Familienbildungsstätte Bocholt, die gemeinnützige Gesellschaft Insel, die Pfarrei Liebfrauen, das Liebfrauen-Familienzentrum, der Verband der islamischen Kulturzentren und der Verein Sehen.Helfen.Handeln. Unterstützt werden sie von der Deutschen Fernsehlotterie.

Beispiele

Beispiel 1: Eine neu hinzugezogene Familie mit jungen Kindern lernt durch das Netzwerk andere Familien kennen. Sie beschließen, sich regelmäßig zu treffen und gemeinsame Ausflüge zu unternehmen.

Beispiel 2: Interessierte schließen sich zusammen, und organisieren wöchentliche Treffen, bei dem sie etwa gemeinsam kochen oder Gesellschaftsspiele spielen – zum Beispiel im Begegnungsraum an der Münsterstraße 23a.

Beispiel 3: Bewohner entwickeln gemeinsam Projekte, um ihren Stadtteil zu verschönern – zum Beispiel durch die Bepflanzung freier Flächen in der eigenen Straße.