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Familie & Gesundheit

Tipps für die Reisekasse

Ab in den Urlaub:

Dienstag, 9. Juli 2019 - 11:58 Uhr

von Alexandra Knop

Wer den Sommerurlaub richtig genießen will, sollte auch in Sachen Geld auf Nummer sicher gehen. Dazu gehört eine gut durchdachte Reisekasse für die schönste Zeit des Jahres. Hier sind die wichtigsten Tipps für Urlauber.

1. Nur Bares ist Wahres? Das gilt nicht für die Reisekasse. Denn bei Verlust oder Diebstahl ist das Geld weg und die Urlaubsstimmung dahin. Etwa 100 bis 200 Euro in bar genügen für die ersten Ausgaben am Urlaubsort. Bei Reisen außerhalb der Euro-Zone sollte man die Landeswährung erst vor Ort am Geldautomaten abheben – das ist meist günstiger als der Umtausch zu Hause.

Tipp: Manche Banken kooperieren mit ausländischen Instituten, wo Verfügungen am Geldautomaten eventuell kostenlos sind.

2. Ein wichtiger Reisebegleiter ist die Girocard für Bargeldabhebungen am Automaten oder Zahlungen im Handel. Vor Abreise sollten Bank- und Sparkassenkunden die Symbole auf ihrer Girocard prüfen. Karten mit dem Maestro-Logo können sie weltweit nutzen, jene mit dem V-PAY-Logo hingegen werden nur innerhalb Europas akzeptiert.

Wichtig: Nie auf nur ein Zahlungsmittel verlassen, sondern am besten noch eine zweite Zahlungskarte, wie zum Beispiel eine Kreditkarte, im Gepäck haben. Die Karten bitte getrennt voneinander aufbewahren.

3. Bei Reisen außerhalb Europas sollten Urlauber unbedingt bei Ihrer Bank oder Sparkasse nachfragen, ob das Auslandslimit für die Girocard auf null gesetzt wurde und es für die Dauer des Aufenthalts freischalten beziehungsweise individuell anpassen lassen.

4. Bargeld und Zahlungskarten nie in leicht zugänglichen Außentaschen aufbewahren. Sehr viel sicherer sind verschlossene Innentaschen der Kleidung oder eine Brust- oder Gürteltasche.

5. Ein unachtsamer Moment und das Portemonnaie samt Geld und Zahlungskarten ist weg – ein Schreckensszenario im Urlaub. Karteninhaber sollten trotzdem Ruhe bewahren und die Karten schnell sperren. Dafür den zentralen Sperr-Notruf + 49 116 116* wählen. Der Service ist rund um die Uhr erreichbar. Alternativ gibt es die Sperr-App 116 116: Hier können die Daten der Zahlungskarten gespeichert und Giocards direkt aus der App gesperrt werden. Mit einem Bargeldtransfer durch Verwandte oder Freunde sind Urlauber dann in kurzer Zeit auch wieder flüssig.

6. Last but not least: Den SOS-Infopass (siehe Bild links) mit den wichtigsten Sperrnummern für alle Zahlungskarten auf kartensicherheit.de herunterladen, ausdrucken oder hier ausschneiden und durch persönliche Daten ergänzen. Am besten getrennt vom Geldbeutel aufbewahren.

* Sperr-Notruf 116 116 aus Deutschland gebührenfrei. Sollte der Sperr-Notruf in seltenen Fällen aus dem Ausland nicht geroutet werden können, gibt es alternativ die Rufnummer +49 (0) 30 4050 4050; Gebühren für Anrufe aus dem Ausland abhängig vom ausländischen Anbieter/Netzbetreiber