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Wirtschaft

Das Jobcenter – wer, wie, was?

Aktionswoche der kommunalen Jobcenter läuft bis Freitag

Dienstag, 27. August 2019 - 14:41 Uhr

von Stefanie Himmelberg

© Ellen Bulten/Kreis Borken

Karin Ostendorff, Leiterin des Fachbereichs Soziales und Jobcenter, Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster und Susanne Lökes, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Soziales und Jobcenter (von links)

Die deutschlandweite „Aktionswoche der kommunalen Jobcenter“ läuft noch bis kommenden Freitag. Grund genug, das „Jobcenter im Kreis Borken“ näher vorzustellen.

Ins Leben gerufen wurde es zum 1. Januar 2005, damals noch unter der Bezeichnung „Service-Punkt Arbeit“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Im Mittelpunkt steht die sogenannte „Grundsicherung für Arbeitsuchende“. Sie umfasst einerseits die Sicherung des Existenzminimums, sofern das Auskommen nicht aus eigenen Mitteln bestritten werden kann. Zum anderen kümmert sich das Jobcenter um die Herstellung oder Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der oftmals bereits seit längerer Zeit arbeitslosen Menschen sowie um die Aufnahme und Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit.

Im Kreis Borken stellen sich seit 2005 die Kreisverwaltung und die 17 kreisangehörigen Kommunen gemeinsam dieser Aufgabe unter dem Dach „Jobcenter im Kreis Borken“. Kontaktstelle für die Hilfesuchenden ist das örtliche Jobcenter. Das Jobcenter der Kreisverwaltung kümmert sich um übergreifende Aufgaben wie Finanzierung, Statistik und Controlling sowie um die Organisation und Koordinierung von Aktivierungs- und Qualifizierungsangeboten.

„Die Organisationsstruktur hat sich bewährt: In den örtlichen Jobcentern der Städte und Gemeinden wird hervorragende Arbeit geleistet, um die Betroffenen schnell und passgenau wieder in Arbeit zu vermitteln oder ihnen die passenden Hilfsangebote zu machen, die dann kreisweit koordiniert werden“, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster ergänzt: „Es ist uns in den vergangenen Jahren gut gelungen, eine breite Palette an Strategien und Angeboten zu entwickeln, damit wir individuelle Unterstützung leisten können, die langfristig Erfolg hat.“

Das zeigen auch die Zahlen: Derzeit erhalten im Kreis Borken rund 15200 Menschen Leistungen nach dem Sozialgesetzbesuch (SGB) II. Rund 10200 gelten dabei als erwerbsfähig – das heißt, eine Erwerbstätigkeit wird grundsätzlich für möglich erachtet. Von diesen sind etwa 4270 arbeitslos gemeldet. Das bedeutet, dass sie derzeit nicht erwerbstätig sind, an keiner Maßnahme teilnehmen und gesundheitlich arbeitsfähig sind. Die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gelingt bei jährlich mehr als 3000 Personen.

Mit diesen Daten bewege sich der Kreis Borken auf einem sehr guten Niveau, so die Kreisverwaltung. Die Arbeitslosenquote liegt im Kreis Borken für den SGB-II-Bereich bei 2,0 Prozent. „Dies ist landesweit ein Top-Wert.“ Im NRW-Vergleich liegt der Kreis Borken damit zusammen mit dem Kreis Höxter auf Rang 3 hinter den Kreisen Coesfeld und Olpe.