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Wirtschaft

Einkauf mal ganz anders

mein StadtKurier stellt vor:

Dienstag, 5. November 2019 - 14:32 Uhr

von Christiane Schulz

Mit „lose & gut“ hat in Bocholt der erste Unverpacktladen im Kreis Borken eröffnet.

© Christiane Schulz

Jennifer Feige-Großkopf vor ihrem Unverpacktladen am Europaplatz 22 in Bocholt.

Jennifer Feige-Großkopf hat allen Grund zum Strahlen. Am Wochenende eröffnete die 38-Jährige unter großem Besucherandrang ihr Geschäft „lose & gut“ am Europaplatz 22 (am Busbahnhof). Damit ist sie die Gründerin des ersten Unverpacktladens im Kreis Borken. Das veranlasste sogar das WDR-Fernsehen, für einen Beitrag nach Bocholt zu kommen.

Rund 300 Artikel umfasst das „lose & gut“-Sortiment. Auf 60 Quadratmetern findet sich eine große Auswahl unverpackter beziehungsweise in Pfandbehältern angebotener Waren für jeden Lebensbereich. Ob Getreide und Mehl, Müsli, Nüsse, Nudeln, Fruchtaufstrich, Kaffee oder Tee, Molkereiprodukte, Öle, Essige, Gewürze, Liköre und Wein oder Süßwaren – die Auswahl ist riesig. Darüber hinaus gibt es auch Brot vom Bio-Bäcker, Gemüse, Obst und Eier. „Ich möchte eine Ergänzung zum Bocholter Wochenmarkt sein“, sagt Jennifer Feige-Großkopf.

Neben Lebensmitteln hat die zweifache Mutter auch Reinigungs- und Kosmetikartikel im Sortiment. Feste Shampoos und Duschseifen, Deocremes, Zahnbürsten, handgefertigte Waschlappen sowie Spültücher und -bürsten, gibt es hier ebenso, wie Waschpulver, Spülmaschinentabs, Klarspüler und vieles andere. Sogar waschbare Küchenrolle und nachfüllbare Teelichte finden sich bei „lose & gut“. Der Unverpacktladen erhält die Waren in großen Gebinden, teils sogar in Pfandbehältern, so dass auch auf dem Transportweg so gut wie kein Abfall entsteht.

Jennifer Feige-Großkopf legt beim Einkauf für ihr Geschäft Wert darauf, regionale Anbieter zu berücksichtigen und das nicht nur, um Transportwege kurz zu halten. „Wir haben so tolle Produkte hier und die wollte ich in meinem Laden zusammenführen“, sagt sie. Wo regionaler Einkauf nicht möglich ist, achtet die Bocholterin auf nachhaltige und faire Produktion. So zum Beispiel beim Kaffee einer Bocholter Rösterei, mit dessen Verkauf ein Schulprojekt der Kaffeebauern unterstützt wird.

Alle Waren können in mitgebrachte oder im Geschäft gekaufte Behältnisse gefüllt werden. Das Prinzip wiegen, füllen, zahlen ist denkbar einfach. „Die Kunden wiegen die Behältnisse, füllen die gewünschte Warenmenge ein und an der Kasse ziehe ich das Eigengewicht des Behälters ab“, erläutert Jennifer Feige-Großkopf

Geöffnet hat „lose & gut“ dienstags bis freitags von 8 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr (donnerstags und freitags bis 19 Uhr) sowie samstags von 8 bis 14 Uhr.

© Christiane Schulz

Aussuchen, abfüllen, wiegen und bezahlen. So einfach ist es bei „lose & gut“.