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Wirtschaft

„Mehrwert für Patienten“

Brustzentrum Westmünsterland

Dienstag, 20. August 2019 - 14:34 Uhr

von Christian Vosgröne

Vor rund einem Jahr zog das Brustzentrum Westmünsterland im St.-Agnes-Hospital in größere Räumlichkeiten, erweiterte sein Team und investierte in neue und zusätzliche moderne Medizintechnik. Nun erweitert das Brustzentrum erneut seine Expertise.

© Klinikum Westmünsterland

Das Team des Brustzentrums Westmünsterland bietet täglich eine Brustsprechstunde. Vorne: Funktionsoberärztin Liselotte Scholz-Engels, hinten (3.vl.) Oberärztin Dr. Judith Gissing.

Brustkrebs ist mit etwa 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in allen Staaten der industrialisierten Welt. Seit den 1980er Jahren ist die Zahl der Fälle auf das Doppelte gestiegen, teilt die Deutsche Krebsgesellschaft mit.

Wenn die Diagnose gestellt ist, ist für Patientinnen insbesondere von Bedeutung, dass ein individuell auf sie abgestimmtes interdisziplinäres Diagnostik- und Therapiemanagement gegeben ist. „Die enge Zusammenarbeit von gynäkologischen Chirurgen, Onkologen, Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Humangenetikern, plastischen Chirurgen und Psychoonkologen an einem Zentrum ist daher für den Behandlungserfolg von herausragender Bedeutung“, teilte jüngst das Deutsche Ärzteblatt mit.

Diese Auffassung teilen auch Chefarzt Prof. Dr. Gregor Westhof und Oberärztin Dr. Judith Gissing. „Interdisziplinärer Austausch ist ein entscheidender Mehrwert für uns als behandelnde Ärzte und somit unmittelbar ein Mehrwert für die Patientin“, sagt Dr. Gissing. Seit 2017 ist sie Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Bocholt und ärztliche Leiterin des Brustzentrums Westmünsterland am Standort Bocholt. Als Absolventin der Europäischen Senologischen Akademie (EAoS) ist ihr der stetige interdisziplinäre Austausch mit Brustkrebs-Experten weltweit ein besonderes Anliegen.

Nun ist auch Funktionsoberärztin Liselotte Scholz-Engels frischgebackene Absolventin der EAoS. „Wir freuen uns, die Expertise unseres Teams stetig weiter ausbauen zu können und somit unseren Patientinnen immer die neusten wissenschaftlich fundierten Kenntnisse zu bieten“, sagt Dr. Gissing.

Das zertifizierte Brustzentrum Westmünsterland mit den Standorten Ahaus und Bocholt versorgt jährlich etwa 280 Patientinnen mit der Erstdiagnose Brustkrebs. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Mammographie-Screeningprogramm sowie mit den niedergelassenen Ärzten der Region. Auch Untersuchungen bei Beschwerden oder bei noch nicht geklärten Veränderungen der Brust gehören zum Alltag des Brustzentrums.

Besonders möchte das Team des Brustzentrums auf seine tägliche Sprechstunde hinweisen. Hier können sich Frauen und Männer mit Fragestellungen bei Brusterkrankungen unterschiedlichster Art vorstellen. Die Sprechstunde wird betreut durch speziell qualifiziertes Personal – in Bocholt sind dies Oberärztin Dr. Judith Gissing als Leiterin des Brustzentrums sowie Funktionsoberärztin Scholtz-Engels zusammen mit weiteren ärztlichen und in der Pflege speziell ausgebildeten Mitarbeitern.