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Wirtschaft

Neue Ärztin in Lowick

Vor allem die älteren Patienten freuen sich über ein Bocholter Gesicht

Dienstag, 3. September 2019 - 10:39 Uhr

von Stefanie Himmelberg

Zurück nach Bocholt wollte sie immer schon. Jetzt hat Dr. Angela Erkens mit ihrem Vater Dr. Ekkehard Funke eine Gemeinschaftspraxis in Lowick eröffnet.

© Bruno Wansing

Bürgermeister Peter Nebelo (r.), Dr. Michael Adam (2.v.r.) und Sascha Terörde beim Besuch in der Gemeinschaftspraxis von Dr. Angela Erkens und und ihrem Vater Dr.Ekkehard Funke.

Seit dem 1. Juli ist der Hausarztbestand im Bocholter Ortsteil Lowick gesichert. Dr. med. Angela Erkens hat mit ihrem Vater Dr. med. Ekkehard Funke eine Gemeinschaftspraxis gegründet. Das sei ein weiterer Erfolg für das lokale Ärztenetzwerk Bohris (Kooperation der Nachbarstädte Bocholt-Rhede-Isselburg) heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Bohris setzt es sich bekanntlich zum Ziel, den hiesigen Ärztebestand zu sichern,

Wenn die kleine Annabelle ihre Mutter braucht, ist Mutter Angela Erkens zur Stelle. Die Patienten in der Gemeinschaftspraxis, die sie mit ihrem Vater Ekkehard Funke, seit dem 1. Juli 2019 gemeinsam betreibt, bekommen das gar nicht mit. Wenn Angela Erkens nicht da ist, übernimmt der Opa. Es funktioniert zwischen Vater und Tocher. „Ich werde eingeteilt“, erläutert Ekkehard Funke die Rollenverteilung mit einem Schmunzeln. „Ich mache, so viel ich kann“, ergänzt Angela Erkens, die mit ihrem Mann Dr. med. Ralf Erkens und der kleinen Annabelle über der Praxis wohnt. Ralf Erkens ist auch Arzt und macht zurzeit seinen Facharzt in Kardiologie in der Uniklinik Düsseldorf.

Die Bocholterin Angela Erkens machte ihr Abitur am St.-Josef-Gymnasium und studierte dann in Münster Medizin. Am Universitätsklinkum in Düsseldorf arbeitete sie in der Kardiologie und lernte dort 2013 ihren Mann kennen. Im Lukas-Krankenhaus in Neuss setzte sie dann ihre internistische Weiterbildung fort. 2016 heirateten die beiden.

Vor allem die älteren Patienten in der Praxis freuen sich über ein Bocholter Gesicht. „Wenn ein Arzt oder eine Ärztin in Bocholt anfangen möchte, ist es immer von Vorteil, wenn zumindest ein Bocholt-Bezug da ist“, weiß Vater Ekkehard. „Wir haben begonnen, die Praxis zu modernisieren und planen weitere Investitionen“, kündigt Erkens an.

Bürgermeister Peter Nebelo besuchte die Praxis mit Dr. Michael Adam vom Bohris-Ärztenetzwerk sowie Sascha Terörde und Elisabeth Böing von der städtischen Stabsstelle für Zukunfts- und Strategiefragen. Nebelo überreichte Angela Erkens einen Blumenstrauß. „Ich wünsche mir, dass Ihnen Bocholt so gut gefällt, dass Sie hier gar nicht mehr weg wollen.“ „Bei mir ist das schon so“, erwiderte Angela Erkens. Geplant sei auch, in Bocholt ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Auf die Frage, warum sie sich für Bocholt entschieden habe, gab es ein klares Statement: „Ich wollte immer zurück.“