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Wirtschaft

Notinseln – für Kinder

Auch in Bocholt beteiligen sich 191 Geschäfte an der Aktion

Dienstag, 24. September 2019 - 11:46 Uhr

von Christiane Schulz

Bei großen Veranstaltungen wie beispielsweise dem „Bokeltsen Treff“ kann man die Kinder im dichten Gedränge schnell aus den Augen verlieren. Gut, wenn der Nachwuchs dann weiß, wohin er sich wenden kann.

© Betz

Im Gedränge großer Veranstaltungen können Kinder verloren gehen.

Von einer Sekunde auf die andere ist das Kind verschwunden. Nur kurz war man abgelenkt, schon ist der Filius nicht mehr zu sehen. Eine Situation wie diese haben viele Eltern schon einmal erleben müssen. Meist finden sich die Kleinen rasch wieder. Aber was tun, wenn dem nicht so ist? Im besten Fall hat man vorher mit dem Nachwuchs bereits über die Notinsel-Aktion gesprochen.

Denn in den an der Aktion teilnehmenden Geschäften finden die Kinder Hilfe und einen sicheren Zufluchtsort, an dem die Eltern sie wieder abholen können.

Aktuell gibt es in Bocholt 191 „Notinseln“. Die farbenfrohen Notinsel-Aufkleber (siehe unten) weisen darauf hin, dass Kindern dort geholfen wird. Diese Notinseln sind Geschäfte, Unternehmen und Institutionen, die Kinder aufsuchen können, wenn sie Hilfe brauchen. Das Personal in den Notinseln ist daraufhin geschult, was in solchen Fällen getan werden kann.

Diese Hilfsbereitschaft ist für die meisten Geschäftsleute in Bocholt auch in brenzligen Situationen selbstverständlich. Das ist nicht nur für Kinder sehr beruhigend, sondern auch für Eltern.

In über 230 Städten und Gemeinden bundesweit gibt es die „Notinseln“, die Kindern in Notsituationen Anlaufstellen bieten.

Bocholt ist seit 2008 Notinsel-Stadt

Seit August 2008 ist auch Bocholt eine „Notinsel-Stadt“. Das Bündnis für Familie hatte seinerzeit zusammen mit der IHK, der Kreishandwerkerschaft und der Stadt Bocholt geeignete „Notinseln“ in der Geschäftswelt angesprochen und das Projekt vorgestellt. In Bocholt stieß das Projekt gleich auf eine große und überaus positive Resonanz.

Um jedoch vom Bündnis für Familie in Bocholt als Notinsel zertifiziert zu werden, reicht es nicht, nur nett und hilfsbereit zu sein. So sollten die Geschäftsräume im Erdgeschoss liegen und gut zu erreichen sein. Außerdem müssen immer mindestens zwei Personen anwesend sein. Eine weitere Voraussetzung ist die Teilnahme an der Notinsel-Schulung, die auch Klarheit über das Projekt und die Hilfeleistungen gewährleistet. In Bocholt werden die Notinseln vom Bündnis für Familie organisiert.

Wer Notinsel-Partner werden möchte, kann sich an Rita Telohe vom Fachbereich Jugend, Familie, Schule und Sport der Stadt Bocholt an der Kaiser-Wilhelm-Straße 77 wenden oder unter 02871/953339 sowie per E-Mail an rita.telohe@ mail.bocholt.de. Hier gibt es auch Informationen zu den Notinsel-Schulungen. Die Teilnahme an der Schulung ist kostenlos.-cs